Mittwoch, 15. Februar 2012

Ohne-Stillen-Einschlaf

Im Kinderwagen schläft man ohne Protest.
Alles fing so einfach an: der Knirps schlief in den ersten drei Monaten im Stubenwagen, manchmal fünf oder sechs Stunden durch. Früh kam er dann zu uns ins Bett. Dann schlief ich beim nächtlichen Stillen immer wieder mal ein und der Knirps war somit öfter bei uns im Bett, in unserem Familienbett. Beim Stillen schlief der Knirps abends eher selten ein, sondern oft in seinem Bett. Wir blieben noch dabei und hielten Händchen, dann schlief er schnell ein, manchmal sogar ohne Protest. So konnte sogar die Oma den Knirps ohne große Probleme ins Bettchen bringen.

Dann wurde es Weihnachten und der Knirps hatte eine Erkältung und zahnte gleichzeitig. An normales Einschlafen und Durchschlafen war nicht zu denken: der Knirps lungerte bis spät mit uns im Wohnzimmer rum, ich kuschelte viel mit ihm und stillte ihn jeden Abend in den Schlaf. Der Knirps war dadurch sehr schnell getröstet. Dann wurde es Januar und der Knirps wieder gesund. Die Zähnchen waren auch da. Alles wieder okay! Alles? Nun, der Knirps schlief einfach nicht mehr ohne Stillen ein. Gar nicht mehr. Es gab großes Geschrei. Darauf hatten wir beide keine Lust und wollten den kleinen Knirps auch nicht schreien lassen. Also stillte ich fleißig weiter in den Schlaf. Das ging so bis jetzt. Beim Stillen schlief er seit kurzem auch nicht mehr richtig ein, brauchte oft ewig. Das brachte auch mit sich, dass er bei keinem anderen mehr einschlief außer mit mir. Selbst der Knirpsenpapa war chancenlos. In seinem Bett schlief der Knirps seit Wochen nicht mehr. Wir benutzten das Bett als Wäscheablage. Nun wurde der junge Mann beweglicher, drehen, robben, das ganze Programm (ja, auch volle Beweglichkeit im Schlafsack). Wir finden ihn mitten in der Nacht manchmal um 180 Grad gedreht am unteren Bettrand (obwohl er in der Mitte schläft). Das wird uns auf Dauer einfach zu gefährlich. Nicht dass der Knirps mal rausfällt.

Eine Lösung musste her. Der Knirps soll auch mal wieder ohne Stillen einschlafen, zumindest erst mal am Abend. Also machten wir das Ganze zur reinen Männersache und seit gestern bringt der Papa den Knirps ins Bett. Er wird von mir vorher noch gestillt und ich singe ihm was vor. Dann übernimmt Papa. Lautstarker Protest. Der Papa spielt Musik und wiegt ihn in den Schlaf. Das dauert ca. eine halbe Stunde. Dann schläft er. Wenn er dann nach 2-3 Stunden wieder wach wird, kommt er wieder mit zu uns ins Bett. Wir hoffen, dass der Knirps in ein paar Tagen wieder ohne großen Protest einschlafen kann. Selbstverständlich sind wir abends immer bei ihm, wenn er schreit.

Wie funktioniert(e) bei Euch das Einschlafen? Wer bringt die Kids ins Bett?

Kommentare:

  1. ach du.
    bei kindern ist nur eines immer gleich: es gibt keine regel und alles ändert sich ständig. ;)
    Die Große wurde anfangs immer in den Schlaf getragen/auf dem Arm geschuckelt, dann schlief sie eine Weile freiwillig (mitunter allein) in _ihrem_ Bett ein. Mit einem Jahr ging es wieder nur mit Kuscheln im Familienbett.
    Seitdem haben wir alle anstrengenden Bemühungen sein und unser Herz entscheiden lassen - nur noch und ausschließlich Familienbett. Mit 4,5 hat sie dann entschieden in ihrem Bett in ihrem Zimmer zu schlafen und schläft seither dort (nach abendlicher gemeinsamer Buchlektüre)allein ein.
    Bei der Kleinen haben wir dann von anfang an Familienbett praktiziert. Auf 2,50m und zuerst ja auch noch mit der großen Schwester im Bett. Die Kleine hat gar kein eigenes Bett!
    Ich still(t)e sie immer in den Schlaf. Seit einer Weile wird diese Methode aber immer unattraktiver. Sie stillt (im Wohnzimmer) kurz und dann soll Papa sie ins Bett bringen. Dort kuscheln die beiden bis sie schläft.
    Auch nachts kümmert sich jetzt nur noch der Papa. das nachts-abstillen ist geschafft :) (was nicht heißt, dass sie weniger oft wach wird *seufz*).

    lange rede, kurzer sinn:
    alles kann, nichts muss.

    ich empfehle auch die seite ferbern.de

    glg
    halitha

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    1. Wie schön, dass der Papa auch so viel involviert ist. Der Knirpsenpapa empfindet es nach einem langen Tag, an dem er den Knirps nicht gesehen hat, als eine besondere Ehre sich abends um ihn zu kümmern. Ich denke auch , dass die Kleinen uns schon sagen, wann sie etwas nicht mehr wollen, aber das mit dem NUR in den Schlaf stillen wurde uns auf Dauer doch zu anstrengend. Gestern abend lief es mit Papa-Einschlaf schon etwas besser. Aber wir sind uns auch sicher: die nächste Phase mit krank oder zahnen kommt bestimmt, wo der Knirps dann wieder mehr Trost braucht ;)

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  2. Ich wünsch euch viel Glück das es funktioniert! :)
    Finds auch toll das es bei euch mit dem Papa so gut funktioniert!
    Bei uns gehts das irgendwie gar nicht, wenn mein Freund Zoey ins Bett bringen will. :/

    Ich leg sie dann meistens auch in ihres und singe ihre was vor, da schläft sie immer ein. Und Nachts kommt sie dann zu mir ins Bett. :)

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    1. Heute ist schon der dritte Abend und wir konnten den Knirps ohne Geschrei ins Bettchen legen. Soeben verrichtet der Papa seinen Einschlaf-Dienst :) Hoffe, es dauert diesmal nicht so lange.

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  3. Oh bei uns wird auch immer in den Schlaf gestillt und entweder schläft der Kleine dann auf meinem Arm oder ich lege mich (meistens) gleich mit ihm hin, auf jeden Fall pennt er immer neben mir, alleine ging von Anfang nicht, nicht mal Kinderwagen war drin! Manchmal stillt er seeehr lange und manchmal nur ganz kurz und manchmal brauch ihch ihm auch nur etwas über den Rücken zu streicheln und er schläft schon :) Liebe Grüsse, habe eben von Lulezo hierher gefunden :)
    Lotte

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    1. Schön, dass Du hergefunden hast! Tagsüber stille ich auch noch in den Schlaf. Ist einfach am schönsten, da entspanne ich mich auch ein paar Minuten. Kinderwagen ist bei uns immer die letzte Hoffnung. Heute hat der Knirps tagsüber 6 Stunden nicht geschlafen und war schon völlig fertig. Sobald er im Kinderwagen lag und draußen war, fiel er in einen Tiefschlaf. Hilft bei uns also immer noch. ;) Alles Gute für Euch!

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  4. Wir hatten das gleiche Ding laufen. Besonders als die Zähne kamen war der Kleine nicht ruhigzubekommen. Ich hab aber immer versucht, schlafen-gehen-rituale einzuhalten. Das hat eigentlich ganz gut funktioniert. Hab darüber auch einen recht langen Blogpost geschrieben. http://www.babyente.com/2012/02/wie-bringe-ich-mein-baby-zum-schlafen-oder-der-lalelu-alptraum/

    (wenn du keine Links in den Kommentaren möchtest, lösch ihn einfach raus, danke!)

    lg,
    Nina

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    1. Ja, Rituale sind wichtig. Solange es die Laune des Kleinen zulässt, lesen wir auch ein Buch und singen :) Danke für den Link! Ist ein schöner Post.

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