Samstag auf dem Flohmarkt: der Knirps und ich schieben wieder mal an den
einzelnen Ständen vorbei um Schätze zu finden. Wir finden: ein olles
Holzauto, noch ein olles Holzauto, dazu als Geschenk ein Plüschhase mit
oller Schleife, zwei Bücher für Mama, eine riesen Rolle Gummiband für 1€
und olle Knöpfe. Und: Pflaumen!? Der Mann verkauft neben ollem Geschirr
auch Pflaumen. BIO steht dran. Er erzählt stolz, dass die erst gestern
aus dem eigenen Garten gepflückt worden sind. Gut schauen sie aus. Ich
glaube es und kaufe. Danach erst fällt mir ein, dass letztes Jahr die
gekauften Pflaumen vergammelt sind. Was mache ich jetzt mit diesen? ...?
Pflaumenmus! Ich liebe Pflaumenmus und ein Rezept wird sich finden. Es
fand sich
hier. Am Sonntag machte ich mich ans Werk und war mit dem
Ergebnis sehr zufrieden. Der Knirps auch. Der Mann auch. Wer jetzt Lust
auf Pflaumenmus hat hier die Anleitung zum nachmachen:
Die Pflaumen waschen, gut abtropfen lassen, halbieren und Steine raus.
Dann auf ein tiefes Blech legen oder in ein sonstiges ofenfestes
Küchenutensil mit großer Oberfläche.
Dann Zucker auf die Pflaumen streuen. Ich habe etwa 100g Zucker für 1kg
Pflaumen verwendet. Alles ein 3-5 Stunden stehen lassen, bis sich Saft
gebildet hat.
Danach habe ich die Pflaumen in den Ofen geschoben bei etwa 150 Grad und
Umluft. Das
Rezept, das sich als Vorbild genommen habe empfiehlt zwar
den Ofen offen zu lassen, damit die Flüssigkeit verdunstet, aber das
passiert bei Umluft auch. Finde ich einfach bequemer als den Ofen
stundenlang offen zu lassen. Dauer der Bräterei: etwa 2 Stunden. Ich
habe allerdings nur 1kg verarbeitet. Bei mehr Pflaumen, kann es sicher
länger dauern.
Wenn die Pflaumen schön weich sind kommt alles in einen
Topf. Ich habe zum Würzen noch Zimt verwendet. LECKER. Aber ich glaube,
da gibt es viele Varianten.
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| Pflaumen mit Zimt. |
Nun kommt der Pürierstab zum Einsatz! Wenn alles ein Mus ist, wird alles
in Gläser gefüllt. Bei 1kg ist es bei mir leider nur ein Glas geworden.
Ich glaube mehr Pflaumen auf einmal zu verarbeiten bringt mehr.
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| Püriertes Mus. |
Hier ein paar Worte zum Einweck-Prozess:
Ich selbst habe vorher noch nie eingeweckt. Es ist gar nicht so schwer,
wie ich es mir vorgestellt hatte. Habe mich nach dem Rezept gerichtet
und die Mutter befragt:
Die Schraubgläser sollten ausgewaschen sein. Der Deckel muss ausgekocht
werden, um alles mögliche zu entfernen, was zu Schimmel führen könnte.
Ich habe zusätzlich auch noch das Glas ausgekocht. Sicher ist sicher.
Dann muss die Masse heiß (!) ins Glas gefüllt werden. Dazu einfach den
Mus nochmal auf dem Herd erhitzen. Das stellt sicher, dass die Luft sich
beim Abkühlen zusammenzieht und der Deckel sicher verschlossen ist.
Nachdem alles im Glas ist und der Deckel drauf, werden die Gläser auf
den Kopf gestellt und abkühlen lassen. Fertig. Wenn alles richtig
gelaufen ist, halten die Gläser jahrelang. Meins habe ich gleich wieder
aufgemacht, wollte ja kosten. Dieses Wochenende wird im Hause Knirps
aber nochmal mehr Pflaumenmus eingeweckt. Diemal für den Wintervorrat!
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| Fertiges Pflaumenmus im Glas. |
Macht ihr selbst süßen Brotaufstrich, wie Marmelade oder Mus?