Posts mit dem Label Chaos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Chaos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 9. August 2012

Von der (nicht)Notwendigkeit des Bügelns

Die Kollegin sagt: „Das Kind schlief so schön drei Stunden am Sonntag, da konnte ich die ganze Zeit den Berg Bügelwäsche abarbeiten.“ Ich antwortete: „So lange hast Du gebügelt?“ und dachte, was ich alles in der Zeit gemacht hätte: nähen, größtes Chaos beseitigen, schlafen, lesen, alles aber nicht bügeln! Der Grund: Ich habe so gut wie keine Bügelwäsche. Nach dem Waschen kommt einiges in den Trockner, einiges auf die Leine und maximal 1% pro drei Wäschen werden gebügelt. Mal ein Hemd des Mannes, mal eine Bluse von mir, mal ein Rock. Alles andere liegt sich flach im gefalteten Zustand. Wenn doch mal ein Stück Falten hat am Morgen, dann wird es schnell gebügelt. Dauert eine Minute. Ich habe nie die Notwendigkeit gesehen zu bügeln. Bei meiner Mutter zu Hause stapeln sich die Sachen, die auf das heiße Eisen warten, weil sie einfach alles bügelt. Bügeln wird überbewertet. Gut, wenn der männliche Teil des Haushaltes viel Hemden trägt, fällt wohl leider etwas mehr an. Da kommt man nicht drumrum bei Hemden, aber T-Shirts und Jeans werden nicht gebügelt. Nicht bei mir. Das schafft mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben.
Mein "Bügelberg".
Und ihr so?

Mittwoch, 27. Juni 2012

Spielerisches Chaos

Chaos. Durcheinander. Unordnung. Zustände, die jeden Tag im Knirpsenhaushalt zu finden sind. Der Knirps räumt eben am liebsten aus, manchmal auch ein, wirft um und stiftet damit eben Chaos. Spielerisches Chaos. Ich schaue zu, manchmal auch nicht. Der Knirps ist mit mir im Bad, ich hole Sachen zum Anziehen. Komme wieder. Sehe den Boden mit zerissenem Klopapier bedeckt. Der Knirps hilft, Wäsche in die Maschine ein- und auszuräumen. Der Knirps macht am liebsten das Bücherregal leer und schaut sich dann die Bücher an. Und so weiter. Ich lasse ihn machen, solange es nix ist, womit er sich verletzen kann, oder was kaputt gehen kann. So lernt er eben speilerisch, wie Dinge funktionieren. Klar sortiere ich etwa 5-10 mal am Tag wieder Bücher ein, sammle Klammern zusammen oder rolle Klopapier wieder auf. Na und? Der Knirps hat Spaß und irgendwann wird auch diese Phase vorbei sein. Ich genieße es und sehe das ständige Wegräumen nicht als Last. Und wenn es dochmal liegen bleibt, dann sieht unsere Wohnung eben aus, wie eine wo ein einjähriges kreatives Ausräummonster wohnt.

Kleiner Wäschehelfer.
Zerissenes Klopapier.
Interessante bunte Tuben in der Dusche.
Lieblingsspielzeug Wäscheklammern.
Wie schaut’s bei Euch aus? Lasst ihr Eure Kinder kreativ die Wohnung umkrempeln?

Montag, 27. Februar 2012

Was ich für meine Familie mache...und was liegen bleibt

„Die Arbeit nimmt niemals ein Ende“, seufzte ich eines Abends zum Knirpsenpapa, während ich die Wäsche aus dem Trockner zusammenlegte. Er stimmte zu. Ist abends alles aufgeräumt, sauber und zusammengelegt (oder meist auch nicht), fängt man früh wieder mit denselben Aufgaben von vorn an: Essen machen, Windeln wechseln, waschen, aufräumen, sauber machen, Windeltasche packen, einkaufen etc. Nebenbei will ich auch noch Zeit haben, zu bloggen, zu häkeln, meine TV-Serien zu schauen, zu nähen, zu telefonieren etc. Die schönen Sachen, die beim Nähen oder Häkeln herauskommen, zeige ich dann gern meinen lieben Lesern auf diesem Blog. Ich bin kürzlich auf einige Blog-Posts gestoßen, die bewußt auch die Unordnung und die Unperfektion hinter den Kulissen zeigen, wie zum Beispiel bei Little Homestead in the Desert und Feather and Anchor. Super Posts, die mich überlegen ließen, dass es gar nicht so schlimm ist und auch normal, dass Dinge ständig liegen bleiben und man diese ruhig mal auf dem Blog zeigen kann.

Vieles, was am Tag so an Arbeitsintensität mit und um den Knirps anfällt, habe ich mir zum großen Teil auch so ausgesucht: ich wickle mit Stoffwindeln, ich koche selbst das Essen für den Knirps, meist Biozeugs (vieles auf Vorrat, macht also nur ab und zu viel Arbeit), ich häkle und nähe, ich blogge und so vieles mehr. Daneben, denke ich manchmal, müsste doch alles immer schön ordentlich und sauber sein... Es klappt aber fast nie, dass es immer schön geordnet aussieht. Ähnelt meist einer Schadensbegrenzung. Ich überlege dann immer, wie machen das die anderen bloß? Bin ich die einzige, deren Handschuh- und Schaltruhe im Flur überquillt?(Habe mir vorgenommen, sie ganz bald auszusortieren ;)) Wenn ich abends dann nach der Zubettgehstunde des Knirpses wieder mal überlege, ob ich jetzt schnell noch dies und das sauber machen oder sortieren soll oder eben einfach nur auf die Couch fallen und schöne Dinge machen soll, entscheide ich mich meist für die schöne Seite. Ich würde wohl sonst wahnsinnig werden, wenn ich nach einem super gefüllten Tag, abends auch noch weiter putzen würde. Mit der Aussicht auf einen ruhigen Abend stören mich dann die kleinen Chaosecken schon gar nicht mehr so sehr. So, genug geredet, ich lasse mein heutiges Chaos für sich sprechen:

Das Mittagessen steht nachmittags noch auf dem Tisch.
Die angebrannten Kartoffeln von heute Mittag. Habe danach Nudeln für den Knirps gekocht.

Der Trockner muss ausgeräumt werden.

Die Chaosbox im Flur.
Lauert auch bei Euch das Chaos (manchmal oder ständig) in der Ecke?