Von wegen die Postkarte stirbt aus! Im letzten Jahr ergab eine
Studie,
dass die handgeschriebene Postkarte aus dem Urlaub immer noch wesentlich
beliebter bei den Deutschen ist, als E-Mail oder Social Media
Plattformen, wie Facebook oder Twitter. Danach gefragt, wie die Deutsch
am liebsten von ihren Urlauberlebnissen erzählen antworteten 74% in
einem persönlichen Gespräch, 26% mit einer Postkarte und 15 % Social
Media, obwohl bei den 18-24-jährigen 43% Social Media nutzen. Vielleicht
liegt es ja daran, dass ich schon über 24 Jahre bin, aber ich liebe
Postkarten! Sie zu verschicken und natürlich zu erhalten.
Verschicken: In einer fremden Stadt, an einem ruhigen Urlaubsstrand, an
einem besonders interessanten Ort mit Geschichte, tollen Dingen etc.
finde ich es sehr reizvoll an den Postkartenstand zu gehen und die
schönsten Motive raus zu suchen und dabei schon zu überlegen, wer die
Karte bekommen könnte. Dann braucht man noch Briefmarken. Oft werden die
mit den Karten verkauft, manchmal muss man aber auch auf die Post und
schon ist man wieder um ein Urlaubserlebnis reicher. Dann kann man inne
halten, sich einen ruhigen Platz in einem Park oder Café suchen und
Postkarten schreiben. Zeit um zu reflektieren. Danach macht man sich
noch auf die Suche nach einem Briefkasten oder manchmal nimmt auch das
Hotel die Karten zum Versand an. Zu Hause, kann man dann fragen, wie
lange die Karten gebraucht haben, um anzukommen. Die längste Reise, die
eine verschickte Postkarte von mir mal gemacht hat war vier Wochen. Von Tschechien in die USA.
Erhalten: Es ist ein stressiger Tag, es regnet vielleicht sogar oder es
ist ein guter, sonniger Tag. Egal. Man öffnet den Briefkasten und... es
fällt eine bunte Karte heraus. Freu! Von wem wohl? Egal. Eine
handgeschriebene Postkarte von jemand Lieben, der an einen gedacht hat.
So wie heute: der Arbeitstag war länger als sonst, ich bin müde und
siehe da! Eine liebe Postkarte aus Ameland von der lieben
iLilly. Was
habe ich mich gefreut. Ich schaue mir oft die Briefmarke und den Stempel
an und es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass sich jemand die Zeit
genommen hat ein paar liebe Worte mit der Hand zu schreiben. Es ist als
ob man ein Stück von dem Ort auf der Postkarte in den Händen hält.
Schließlich war die Postkarte ja physisch dort! Das kann keine E-Mail
oder Facebook Message.
Damit endet mein Plädoyer für die Postkarte. Schreibt mehr (oder: wieder) Postkarten!
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| Der Knirps studiert die Postkarte aus Ameland. |
Zählt ihr Euch zu den Postkartenschreibern?