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Samstag, 22. Juni 2013

Die einfachste Windel der Welt

Wir sitzen im Auto und sind im Urlaub auf dem Rückweg von Florenz zu unserer Ferienbehausung. Im Auto befinden sich Papa Knirps, ich, Schwiegereltern und Knirps. Die Fahrt dauert eine Stunde. Nach 20 Minuten verkündet der Knirps: „Pullat“, will heißen, ich habe ein großes Geschäft gemacht. Wir halten und wechseln ihn in die letzte Windel, die wir noch haben. Naja, 40 verbleibende Minuten sollten ja kein Problem sein! Es vergehen weitere friedliche 20 Minuten bis der Knirps anfängt zu weinen und „Pullat“ schreit. Hmm? Was jetzt. Wir halten an einem Rasthof. Hier wird es doch Windeln geben!?!! Der Mann rennt rein und kommt kopfschüttelnd wieder aus dem Shop. Und jetzt? Ist Kreativität gefragt!

Und so sieht die einfachste Windel der Welt aus, die man sich fast immer und überall zusammen basteln kann...falls ihr mal in die Verlegenheit kommt:
Ich habe zum Glück noch eine Mullwindel mit, jedes andere Stück Stoff oder Kleidung geht aber auch. So falten, dass es zwischen die Beine passt und jetzt sollte man irgendeine (nicht zu kleine) Plastiktüte dabei haben. In die Ecken werden Löcher reingerissen und die Knirpsenbeine durchgesteckt und oben um die Hüfte geknotet. Der Knirps war mächtig stolz auf diese Windel, was vielleicht auch daran lag, dass wir uns während der ganzen Anprobe fast krankgelacht haben. So das sollte jetzt aber wirklich bis zur Ankunft reichen. Nach weiteren 10 (!) Minuten schreit der Knirps wieder. Hose voll!!! Da wir nicht direkt an der Ferienwohnung parken können, sondern noch ein Shuttle nehmen müssen, trauen wir uns nicht, ihn windellos zu lassen. In der dreckigen Windel möchte der Knirps aber auch nicht bleiben (obwohl im das sonst auch nix ausmacht). Und jetzt? Die Plastiktüte ist sauber geblieben. Also falte ich die Ersatzhose des Knirpsens als Einlage. Sitzt. Passt. Jetzt aber schnell. Wir erreichen die Ferienwohnung mit trockener Ersatzhosenwindeleinlage!


So sieht sie aus, die Plastiktütenwindelhose. Die einfachste Windel der Welt.

Entschuldigt die wackelige Bildqualität. Der Knirps strampelte rum.


Ist doch ganz einfach oder?

Seid ihr schonmal in einer windellosen Situation gewesen? Was habt ihr gemacht?

Montag, 15. April 2013

Stoffwindelwoche 2013

Ich bin dabei! Vom 15.-21. April ist internationale Stoffwindelwoche (Real Nappy Week). Ich höre dieses Jahr zum ersten Mal davon. Da wir nach wie vor von den bunten Stoffies begeistert sind und täglich fleißig Gebrauch davon machen, bin ich von der Woche begeistert!


Der Knirps in einer sehr schicken Windel.
Der wunderbare Stoffwindelblog „Schick gewickelt“ wies mich darauf hin. Schaut einfach mal dort vorbei. Thu hat sich etwas Tolles einfallen lassen. Jeden Tag in dieser Woche gibt es ein anderes Thema. Samstag, den 20. April ist das der große Stoffwindelwechsel-Tag (The Great Cloth Diaper Change). Dabei gibt es verschiedene Orte auf der ganzen Welt an denen um 11 Uhr (jeweils Ortszeit) Stoffwindeln gewechselt werden. Letztes Jahr wurden so 8251 Stoffwindeln zur gleichen Zeit gewechselt.

Hier die Themen der Woche, die ihr jeweils hier findet:

Montag 15. April - Real Choice
Dienstag 16. April - Real Fun
Mittwoch 17. April - Real Change
Donnerstag 18. April - Real Easy
Freitag 19. April - Real Future
Samstag 20. April - Real Change - The Great Cloth Diaper Change
Sonntag 21. April - Real Clean

Dienstag, 26. Juni 2012

Stoffwindeln auch in der Krippe?!

Beim Krippen-Einführungsgespräch gab es die obligatorische Fage nach den Windeln: „Irgend etwas auf was wir achten müssen? Besondere Creme oder so?“ Daraufhin zog ich eine bunte Stoffwindel aus der Tasche: „Würden Sie auch sowas verwenden?“ Ich hatte mir Tage vorher Gedanken gemacht, ob in der Krippe auch mit Stoff gewickelt werden würde. Völlig umsonst einen Kopf gemacht, wie sich zeigen sollte! Die Krippentante schaute sich die Windel neugierig an und strahlte: „Das ist ja interessant. Sowas habe ich ja noch nie gesehen. Schaut genauso einfach aus wie Wegwerfwindeln.“ Mir fiel ein Stein vom Herzen. In der gerade laufenden Eingewöhnungsphase stimmten wir die Feinheiten ab und ich zeigte, wie die Stoffwindeln verwendet werden. Am Ende des Tages nehme ich mein Beutelchen mit den nassen Windeln wieder mit und bringe am nächsten Tag frische mit. Klappt prima! Wir sind im Moment die einzigen dort, die Stoffwindeln verwenden, aber nicht die ersten. Es gab schonmal ein Geschwisterpaar mit Stoffis. Ich bin den Krippenmitarbeitern sehr dankbar, dass sie auf individuelle Wünsche eingehen und das so mitmachen. Danke!
Windelfächer in der Krippe. Die Eulen schauen unter dem gelben Nassbeutel hervor. Ganz unten drei "Emergency-Wegwerfwindeln"

Dienstag, 12. Juni 2012

Alte Jeans = Wickeltasche

Unsere große Wickeltasche, die an den Kinderwagen passt nehmen wir in letzter Zeit immer weniger. Zu groß und unhandlich. Außerdem braucht der Knirps nicht so viel zum Windelwechseln. Also stopfte ich in letzter Zeit das Wickelzubehör immer in eine Plastetüte oder einen Stoffbeutel und diesen dann in meine Handtasche oder den Rucksack. Diese Lösung fand ich aber sehr einfallslos und dazu noch unpraktisch. Eine kleine Tasche musste her. Gut, dass ich gerade Jeans aussortiert hatte. Eines Abends also: Jeans zerschnitten, rumgenäht, Verzierungen dran. Fertig. Das Ganze ist nicht an einem Abend entstanden, eher so zwei bis drei. Aber jetzt ist sie fertig, die neue Wickeltasche. Ist wirklich nur ganz einfach mit einem Fach und hinten noch die Taschen von der Jeans für Pflaster oder Tüchlein. Es passt alles rein: Stoffwindeln, Pflegestift für den Windelbereich, Wickelunterlage, eine Mullwindel und Feuchttücher (unterwegs verwenden wir die). Fertig! Jetzt macht Wickeltasche packen wieder Spaß.

Die Tasche von vorn.
Aus den USA mitgebracht. Kleine Applikation für selbstgenähte Sachen!
Die Tasche geöffnet.
Ansicht von hinten mit Hosentaschen und schief angenähtem Band.

Donnerstag, 19. April 2012

Mein Earth Day Beitrag: Stoffliche Hygiene für Knirps UND Mama!

In Anbetracht des nahenden Earth Days am 22. April habe ich eher zufällig gerade pünktlich meinen ganz eigenen Beitrag dazu entdeckt: Der Knirps verbringt seine Tage in Stoff gewickelt. Bevor wir auf Stoff umgestiegen sind, habe ich viel gelesen, nachgeforscht und gerechnet. Warum? Wieso? Vorteile? Nachteile? Als die Entscheidung für Stoffwindeln endlich fiel - die wir übrigens noch nie bereut haben -, war einer der Hauptgründe, dass wir viel weniger Müll produzieren (neben all den gesundheitlichen Gründen). Jetzt habe ich hier in den USA gehört, dass die monatliche frauliche Hygiene mit Stoffeinlagen auch sehr gut funktioniert. Erst dachte ich: wieso? Funktioniert doch mit den herkömmlichen Dingen seit Ewigkeiten gut. Und: Bäh, das waschen? Nach einem Gespräch mit der Schwägerin, die Stoffeinlagen seit einigen Monaten verwendet, dachte ich: ja wieso eigentlich nicht? Wir wickeln den Knirps mit Stoff und ich finde es auch nicht ‚bäh‘! Die Idee, dann keinen Müll mehr zu produzieren trifft ja auf meine hygienischen Bedürfnisse genauso zu, wie auf den Knirps. Warum sollte ich beim Knirps darauf achten und bei mir selbst nicht? Außerdem können die Einlagen super mit den Stoffwindeln gewaschen werden. Als ich die Einlagen dann in einem Laden entdeckt hatte, habe ich einfach mal zugegriffen. Der Preis von 40$ war zwar erstmal nicht sehr billig, aber dafür brauchte ich in den nächsten Jahren keine Wegwerfprodukte mehr zu kaufen. Außerdem sehen sie zielmlich stylish aus. Oder? Nicht, dass das Starterpack für einen kompletten Zyklus reichen würde, aber nachdem ich einen Blick auf den Schnitt geworfen habe, entschied ich, dass diese Dinger sehr einfach nachzunähen sind. Verwendet wird bei den Einlagen eine Art Flanell-Baumwollstoff. Also werde ich mir bestimmt bald noch mehr von den Dingern nähen. Ausprobiert habe ich sie noch nicht, da sie vorher erst ein paar Mal gewaschen werden sollten (wir neue Stoffwindeln auch), um die Saugfähigkeit aufzubauen. Ich werde berichten, wie ich damit zufrieden bin.  Die Schwägerin berichtete bisher nur postitives!

Stylisher Starterpack!
Drucknöpfe an der Unterseite und eine Öffnung für weitere Pads.
Einlagepad.
 Habt ihr schon von der Stoffalternative gehört oder verwendet sie schon?

Mittwoch, 11. April 2012

Stoffwindeln auch nachts?

Seit vier Monaten nehmen wir nun schon Stoffwindeln. Immer noch zufrieden. Sehr zufrieden. Zufriedener als mit Wegwerfwindeln. Tagsüber und oft auch auf Reisen von mehreren Tagen verwenden wir Stoffwindeln. Nachts allerdings hatte der Knirps bis vor Kurzem immer noch die Windeln mit dem P umhängen. Die halten nachts einfach am Besten trocken. Meine GroVia Windeln sind wirklich keine Nachtwindeln. 4-5 Stunden halten die mit Zusatzeinlage maximum trocken. Irgendwie wollte ich mich mit der Wegwerf-Nachtlösung aber nicht zufrieden geben. Da wir fast nur Stoffwindeln verwenden, ist mir der Chemiegeruch der Wegwerfwindel wahrscheinlich besonders aufgefallen und er gefiel mir nicht. Wenn man eine Packung öffnet riecht es einfach nicht gut oder eben einfach nach Chemiebaukasten und Plaste(zumindest für meine Nase). Hatte mich vor der Stoffwindelkarriere nicht so sehr gestört. Also konsultierte ich die Schwester des Mannes, die in den USA schon vor meiner Ankunft DryBees für mich im Sale erstand. Die DryBees sind eine All-in-One Pocketwindel. Man kann also noch fein was in die Tasche schieben für längeres Trockenbleiben. Kaum hier angekommen, habe ich sie gleich ausprobiert, ohne Einlage. Nachts um 2 Uhr war der Knirps klatschnass und es gab einen Windelwechsel mit viel Geplärre. Erster Rückschlag. Die Schwester borgte mir eine Zusatzeinlage für die Tasche in der Windel. Der Knirps hatte damit so eine riesen Windelpopo, dass kein Body mehr drüber passte. Nacht zwei: Knirps wieder klatschnass. Ich war frustiert. So frustriert, dass ich im nächsten Supermarkt P-Windeln kaufte. Diese hielten die Nacht über... dachte ich. Der Body war früh an den Rändern nass! Toll, die Sorte die in Deutschland genauso heißt, wird hier anders hergestellt und hält die Nacht über nicht... grummel.
Äh ja, das große grüne am Knirpsenpo ist die Nachtwindel.
Inzwischen war ich im Stoffwindelfachgeschäft (jubel! die gibt es hier tatsächlich, in Deutschland muss man mit der Lupe nach denen suchen). Mir wurde ein einfaches Kuscheltuch aus Hanf und Bio-Baumwolle empfohlen. Was, das sollte halten? Angeblich einen halben Liter Flüssigkeit. Schönes Detail dabei: hergestellt in den USA (sogar lokal), nix made in China. Also auf! Da ich es nicht abwarten konnte, habe ich das Tuch ungewaschen in die Tasche gesteckt und durfte wieder nachts Windeln wechseln. Ich war kurz davor aufzugeben und die Nachtstoffwindeln in die Eckezu werfen. Nach zweimal waschen des Tuches probierte ich es nochmal: und siehe da! Der Knirps war super trocken. Auch das innere der Windel fühlte sich sehr trocken an, da Mikrofleece. Ich war noch misstrauisch, aber als es die nächsten Nächte auch hielt, war ich überzeugt. Zwei kleine Minuspunkte: Statt Chemiegeruch gibt es jetzt morgens eine Brise Ammoniakgeruch. Ok, damit kann ich leben. 2. Der Knirps hat immer noch einen schönen Windelpopo, aber ein Body in einer Größe mehr passt! :)
Das Kuscheltuch.
Falten.
In die Windeltasche schieben.
Frage an alle Stoffwindler: Verwendet ihr nachts auch welche? Wenn ja, was funktioniert bei Euch?

Samstag, 17. März 2012

Freitag ist Waschtag – Babypflege & Co

Vor der Ankunft des Knirpses habe ich mir keine bis gar keine Gedanken gemacht mit was, wie, wie oft und wann der Knirps mit Creme, Waschgel, Öl etc. einzuduften ist. Im Geburtsvorbereitungskurs sagte man uns, dass es gar nichts weiter bedarf, um Babys empfindliche Haut zu pflegen. Nur Wasser und Öl. Da tut’s auch Olivenöl. Auf Hinweis meiner Hebamme habe ich mir dann Calendula-Öl zugelegt, welches im Ökotest mit „sehr gut“ bewertet wurde. (Im Nachhinein habe ich gehört, dass einige Babies auf Calendula allergisch reagieren, aber der Knirps vertrug es bestens.) Dann kam der Knirps in unser Leben gestolpert und wurde schön nach dem Bade mit Öl eingerieben. Mehr Babypflege hatten wir auch nicht im Haus, außer diverse Pröbchen.

Ein paar Wochen gingen ins Land und der Knirps hatte einen mächtig roten Po. Also schleppte ich verschiedene Wundschutzcremes ins Haus. Alle halfen nicht wirklich. Am besten immer noch welche mit Zinkoxid, weil das schön abdichtet und die Nässe von der Haut fernhält. Die Kinderärztin verschrieb nach einer Weile eine Pilzcreme und siehe da, der rote Po wurde besser. Danach haben wir mit Wundschutz weiter gecremt. Mit Beginn der Stoffwindelära in unserem Hause wurde der rote Po fast zur Geschichte, außer beim Zahnen. Da war das Geschäft des Knirpses so gemein aggressiv, dass wir ab und zu ein paar Tage wieder damit zu kämpfen haben.

Dann wurde es kalt in Deutschland und es bedurfte einer Wind- und Wettercreme. Die war der Retter an so manchen eiskalten Tagen, wenn der Knirps sehr rauhe Wangen hatte.

Was ich lange nicht hatte waren Badezusätze, Waschgels und Shampoo. Warum auch? Der Knirps badete im klaren Wasser! Als der Knirps allerdings letzte Woche einen Unfall mit dem großen Geschäft hatte und sehr viel auch außerhalb des Windelbereiches gelandet ist, habe ich mich dazu durchgerungen eine Probe Waschgel zu benutzen. Nach den Abschrubbeln in der Badewanne durfte der Knirps mit Papa unter die Dusche. Er liebte es! Habe mir dann von einer Ökomarke Babywaschzeugs besorgt. Ich denke, je beweglicher der Knirps wird, desto öfter wird Waschgel nötig sein, wenn er überall rumkrabbelt oder dann läuft.

Zur Häufigkeit des Badens von Babies gibt es ja zig verschiedene Meinungen. Wir haben den Knirps am Anfang zweimal in der Woche gebadet. Dann hatte der einen Nabelbruch und wir wollten das Pflaster nicht so oft entfernen, also wurde nur einmal die Woche gebadet. Das haben wir dann irgendwie so beibehalten. Hände und Mund werden nach dem Essen abgewaschen oder wenn der Knirps viel rumgerobbt ist, auch vor dem Essen. Der Windelbereich wird bei sehr großem Geschäft auch schonmal ins Waschbecken gehalten. Sauber ist der Knirps jedenfalls immer und riechen tut er auch sehr gut.
Knirps und Papa in der Dusche.
Generell denke ich, dass bei Babypflege weniger mehr ist! Die dünne Babyhaut ist noch so empfindlich, dass es nicht vieler Sachen bedarf um Baby frisch und sauber zu halten. Eingeduftet werden muss es schon gar nicht, denn was gibt es schöneres als den natürlichen Babygeruch? Beim Kauf der Produkte achte ich sehr auf die Inahltsstoffe und kaufe fast ausschließlich Ökomarken.

Und ihr? Was für Babypflegeprodukte werden bei Euch verwendet? Wie oft wird gebadet?

Montag, 2. Januar 2012

1 Monat Stoffwindeln

JA, wir haben es geschafft! Jetzt wickeln wir schon fast einen ganzen Monat mit Stoff. Exklusiv? Naja, nicht ganz exklusiv. In der Nacht ziert noch eine Pampers Baby Dry den kleinen Po vom Knirps. Die halten einfach am besten. Es gibt zwar spezielle Nacht-Stoffwindeln, aber dazu habe ich mich aus Kostengründen (noch) nicht entschieden. Ich gebe zu, dass ich selbst noch nicht probiert habe, ob meine Gro Via oder Blueberry über Nacht halten. Habe mich bisher auf Tests von anderen Mamas verlassen, die davon abraten. Vielleicht probiere ich es doch einmal, mit Handtuch unterm Knirps.

Für den Tagesgebrauch, kann ich Stoffwindeln wärmstens empfehlen. Warum?
1.    Wickeln macht mir jetzt richtig Spaß! Ehrlich. Welche Farbe oder Windel nehme ich? Wenn es schnell gehen muss, ist einfach und schnell die Inneneinlage ausgetauscht. Sogar der Knirpsenpapa sagt, dass dies schneller geht, als mit den Wegwerfwindeln.
2.    Das Hautgefühl ist sehr viel schöner und angenehmer als die Wegwerfwindeln. Der Stoff fühlt sich weich auf der Haut an. Der Knirps fühlt auch die Nässe etwas mehr, wodurch er sich mehr meldet, wenn die Windel voll ist ;)
3.    Kaum noch ein roter Po. Wir hatten immer Probleme mit rotem Po. Es hat auch immer ewig gedauert, bis sich die Haut wieder beruhigt hatte. Jetzt ist der Knirps nach einem großen Geschäft ab und zu etwas rot. Das geht aber nach einem halben Tag gleich wieder weg. Am Anfang dachte ich, dass die vermehrte Nässe an der Haut, das Rotwerden fördern würde, aber jetzt denke ich, das einfach mehr Luft an die Haut gelangt durch die Stoffwindel.


Ist jetzt etwas aufwändiger und schwieriger als vorher?
Trotz aller Vorteile, gibt auch einige Dinge, die ein wenig mehr Arbeit fordern, als Wegwerfwindeln. Ich mache die wenige zusätzliche Arbeit aber sehr gern. Die Vorteile wiegen das für mich wieder auf.
1.    Man muss die Windeln etwas öfter und auch konsequenter wechseln. Die Windeln von Gro Via und Blueberry sollte man alle 2-3 Stunden wechseln. Sonst passiert es etwas mehr, dass der Body nass wird an den Beinbündchen, wenn ich mal zu lange gewartet habe. Mit mehr meine ich ca. 2-3 die Woche. Dafür gibt es bei der Gro Via aber eine schöne Zusatzeinlage, wenn man mal länger unterwegs ist.
2.    Es riecht mehr. Der Windeleimer mit wasserdichtem Windelbeutel (speziell für Stoffwindeln) richt wirklich streng. Ein bisschen wie Kuhstall. ;) Im Moment streue ich Backsoda zur Geruchsbindung in den Beutel.
3.    Waschen. Ab und zu sollten die Windeln auch gewaschen werden. Ich wasche alle 3 Tage. Vorher habe ich alle 3 Tage die Spuckwindeln, Waschlappen und Handtüchlein gewaschen. Jetzt kommen noch die Stoffwindeln dazu. Dieser Mehraufwand hält sich für mich also in Grenzen.

Fazit: Ich bereue den Schritt definitiv nicht. Für uns ist das Richtige. Man sollte sich vor einem Stoffwindelwechsel gut informieren. Welches System? Welches Zubehör? Kosten? Ist es wirklich das Richtige für mich? Wenn man dann einmal gewechselt hat ist alles viel weniger kompliziert, als man am Anfang denkt. So fühlt es sich zumindest für mich an.

Lust bekommen zu wechseln?

Dienstag, 6. Dezember 2011

StoffwindelWechsel – Gewechselt!

Meine GroVias.
Gestern haben wir ein frühes Nikolaus Geschenk bekommen. Die bestellten Stoffwindeln sind angekommen! Naja, ein Geschenk war es nicht wirklich, wir haben ja dafür bezahlt, aber trotzdem schön, dass sie nun da sind. Seit meinem letzten Post zum Thema Stoffwindeln, habe ich einiges gelesen und mich zu guter Letzt entschieden: eine Kombination aus den All-in-one Pocketwindeln von Blueberry und eine von BabyBehind, sowie ein System von GroVia. Die Blueberry habe ich vom Flohmarkt der Naturwindel-Seiten gebraucht gekauft. Neu sind die leider unverschämt teuer. Danke für den Tipp mit den gebrauchten Windeln an margareteaudrey! In die Pocketwindeln steckt man eine Saugeinlage, die man beim Waschen rausnimmt. Da trocknet das Ganze dann schneller. Für das GroVia System habe ich mich entschieden, weil man dort nicht immer alles wechseln muss, sondern nur die Einlage, wenn mal nur wenig in der Windel ist. Damit brauche ich weniger Höschen. Empfohlen hat mir das die Schwester vom Knirpsenpapa in den USA. Die wickelt ja schon fast von Anfang an mit Stoff. Die GroVia fassen sich so schön weich an. Jetzt muss ich die Einlagen noch 2-3 Mal waschen, bevor ich sie verwenden kann, damit sich die Saugfähigkeit aufbaut. Kann es gar nicht abwarten, weil ich endlich anfangen will. Die Blueberry nehme ich schon seit ein paar Tagen ab und zu. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden und der Knirps sieht so stylish aus. Gut, er hat jetzt einen etwas größeren Windelpopo, aber der ist so süß! Der Minkystoff der Blueberry fasst sich auch soooo schön kuschelig an. Ich bin gespannt, wie der komplette Wechsel uns allen gefällt. Der Knirps scheint jedenfalls bisher zufrieden zu sein. In der Nacht bleiben wir allerdings bei Wegwerfwindeln, die sind dann doch sicherer bezüglich der Trockenheit. Wenn meine Rechnung aufgeht, sollten wir in 10 Monaten das Geld für die Windeln wieder rein haben, und ab dann sparen wir. Ich vermute, der Knirps wird sicher noch länger als das gewickelt. Warum ich mich letzten Endes für Stoffwindeln entschieden habe, weiß ich nicht so klar. Erstmal fassen sie sich wunderbar an. Das Hautgefühl ist wesentlich schöner, als bei Einmalwindeln. Dann widerstrebt mir oft der Gedanke, alles wegzuwerfen, also fühle ich mich bei den Stoffwindeln besser, da ich sie immer wieder verwenden kann. Ob das durch das Gewasche letzten Endes ökologischer ist, da bin ich mir nicht so 100%ig sicher... Aber jetzt erstmal rein ins neue Windelerlebnis.

PS: Ich habe keine Zuwendungen von den oben genannten Firmen erhalten. Alles selbst gekauft und probiert :)
So sehen die GroVia innen aus: Saugeinlage einfach einknöpfen.
Der Knirps in einer Armee-gemusterten Blueberry Windel.

Dienstag, 15. November 2011

StoffwindelWechsel!?

Blueberry Onesize Deluxe Druckis stars.
Quelle: Hug&Grow




Seit Anbeginn seines Daseins lebt der Knirps mit Einwegwindeln in den Tag hinein. Am Anfang schmückten ihn die Windeln mit dem großen P, später Ökowindeln, die teilweise kompostierbar sind. Ganz am Anfang, bevor der Knirps auf die Welt kam, waren wir mal an einem Stoffwindeldienst interessiert. Wir stellten uns schon die Frage, ob Einweg oder Stoff, aber es verlief sich irgendwie in den Wirren der Knirpsenankunft. Heute nun bei einer Spielgruppe sah ich eine Mama mit einer schönen bunten Stoffwindel für ihre Tochter. Da war meine Chance für mehr Infos zu diesem System. Sie sagte, dass es sehr einfach sei und sie ist sehr begeistert. Hmm? Ich also zu Hause wieder mal im Internet recherchiert. Was es gibt, was es kostet. Ich rechne aus, dass wir für die Anschaffungskosten für ein System für ca. 7-8 Monate Einwegwindeln kaufen können. Aber der Knirps wird ja sicher noch länger darin rumlaufen. Finanziell würde es sich also lohnen. Aber das sauber machen? Ist es überhaupt ökologischer? Ich habe noch zu viele Fragen, um mich umzuentscheiden, obwohl es mich schon reizt. Der Knirpsencousin in den USA wird ausschließlich mit Stoff gewickelt. Dort ist es ohnehin seit ein paar Jahren absolut üblich. Die stoffwickelnde Mama aus der Spielgruppe ist von Kanada. Dort praktiziert es auch fast jede Mama. Ich werde jetzt erstmal noch mehr lesen und hin- und herrechnen. Ich lass es Euch wissen, ob wir bald stoffwickeln. Schön bunt sind sie ja schon...
Interessante Statistik zur Windel-Nachhaltigkeit. Quelle: wiki windelbabies
 Hat jemand von Euch Erfahrung mit Stoffwindeln? Wenn ihr momentan Einwegwindeln benutzt, habt ihr schonmal darüber nachgedacht zu wechseln?