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Montag, 17. Februar 2014

Meine erste Granny-Decke

In den vergangenen zwei Jahren meiner "Häkelkarriere" habe ich viel ausprobiert. Eine Decke fehlte mir bisher in meiner Sammlung. Die Größe eines solchen Projektes schreckte mich immer ab und ich konnte mich nicht dazu motivieren. Im Urlaub über Weihnachten suchte ich bei den Schwiegereltern in den USA nach einem Projekt und fühlte mich von den unendlichen Wollresten der Schwiegermutter inspiriert. Warum nicht einfach eine Decke aus riesengroßen Granny-Squares? Ich sammelte Farben zusammen und häkelte das erste Granny solange rundherum, bis ich keine Lust mehr hatte. Davon entstanden dann sechs. Immer mit den gleichen Farben, aber jeweils in anderer Reihenfolge.

Vor zwei Wochen vollendete ich die Decke indem ich die Squares nur im hintersten Maschenglied zusammennähte. Dadurch ergab sich vorn ein schönes Muster. Der seit heute kranke Knirps nahm die Decke zum Schläfchen auf dem Sofa dankend an.

Hmm, ich glaube das bleibt nicht meine letzte Decke!

Die Decke mit sechs Granny Sqares.

Ein Granny.
Zusammengenähte Kante der Grannys mit Muster.
Der Knirps wärmt sich mit der Decke.

Sonntag, 2. Februar 2014

Amigurumi für Super Mario Fans

Zu Hause habe ich einen super großen Super Mario Fan sitzen: Mein Mann. Jedes neue Spiel wird sehnsüchtig erwartet! Er wollte auch mal was von meiner Häkelei haben und schickte mir diesen Link. Amigurumi Mario Pilze sollten es werden. Der Knirps schaut dem Mann manchmal beim Spielen zu und erkannte die Pilze wieder. "Grünen haben!" Ok. Die Pilze vom Blog WolfDreamer sind relativ schnell gemacht. Ich habe 2-3 Stunden für einen Pilz gebraucht und bin nicht die Schnellste.

Die gehäkelte Super Mario Figur ist nicht von mir! Die USA-Oma, eine wirklich talentierte Häklerin, schenkte dem Knirps das Kunstwerk zu Weihnachten.



Mittwoch, 4. Dezember 2013

Blau-Orange-Weiß-Häkelmütze


Da die letzte Mütze dem Knirps etwas zu kurz war, hatte ich mich an eine zweite gemacht. Dieses Mal habe ich ein anderes Muster verwendet. Ein super einfaches! Man häkelt ein langes Rechteck mit festen Maschen und zieht es dann oben zusammen. Wie viele meiner Häklemuster habe ich dieses auch von der Lion Brand Seite, die massenhaft frei zugängliche Muster bereit stellt. Man muss sich nur kostenlos regisitrieren und in englischer Häkelsprache fit sein. Die Häkelmuster von Lion Brand Yarn gibt es hier. Farblich habe ich etwas experimentieren müssen. Immer war die Wolle alle. Daher eine etwas abenteuerliche Zusammenstellung.

Eine sehr tolle Übersetzung von deutschen und englischen Häkelbegriffen habe ich hier gefunden. Es ist ein wirklich hilfreiches Dokument!

Work in Progress.



Die Mütze von oben. 





Montag, 7. Oktober 2013

Noch mehr Häkelmützen

Jetzt aber. Nach der kalten Woche wird es nun Zeit, die Häkelnadeln schneller wirbeln zu lassen. Im August hatte ich meine Häkelmütze schon fertig. Hier nun die Mützen in anderen Farben für die Herren:

Die Mütze des Mannes.

Die Mütze des Knirpses.
Leider hatte ich mich in den Abmessungen bei der Mütze für den Knirps etwas verrechnet und sie war etwas kurz (sieht man auf dem Bild nicht so gut). Deswegen hat sie ein Freundes-Kind bekommen und der Knirps bekommt die gleiche nochmal. Nur länger.

Genießt den Herbst!

Dienstag, 27. August 2013

Häkelhut ab! Noch ist Sommer.

Eigentlich ist mir der Sommer nach dem extra langem Winter schon wieder zu kurz. Wie wäre es noch mit einer Woche 29 Grad? Klimagerät haben wir ja jetzt. Da es nun abends aber schon mal 10 Grad werden und mich die bunte Wolle im Geschäft so anlachte und mir dazu ein herrliches Häkelmuster in die Hände fiel enstehen gerade die ersten Herbstmützen. Meine ist schon fertig, die vom Knirps im Entstehen und die des Mannes in Planung.


Gehäkelt habe ich nach diesem Muster von Lion Brand Yarn. Da ich nicht die Wolle, wie im Muster verwendet habe und mit einer Nadel Größe 5 statt 9 häkelte, musste ich das Muster etwas anpassen. Einfach etwas mehr Maschen, bis es passte. Die Wolle nennt sich „Bravo Jacquard Color“ in der Farbe 02084 (1,85€ / 50g). Für meine Mütze brauchte ich nur 50g. Ich liebe solche Multicolor Wolle, habe aber noch nie so richtig was damit gemacht. Es ist spannend zuzusehen, welches Farbmuster beim Häkeln entsteht! Zu meiner großen Überraschung ging mir die Mütze sehr schnell von der Hand. Nach etwa zwei Stunden saß die fertige Mütze auf meinem Kopf.


Der Knirps suchte sich übrigens die Wolle selbst aus. „Für Mütze!“ krakelte er und machte eine Bewegung, wie beim Häkeln mit seinen Händen.

Dienstag, 21. Mai 2013

Warum ich häkle und es anderen gern beibringe

Im Januar 2012 begann ich mit dem Häkeln. Abgesehen von Topfläppchen in der Schulzeit, war ich totaler Anfänger. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon an der Nähmaschine kreativ und nähte Sachen für meinen Sohn. Beim Häkeln reizte mich jedoch, mit wie wenig Materialien man einfach loslegen konnte. Häklenadel und Wolle passen in jede Handtasche. Meine Nähmaschine nicht. Ich lernte häkeln insbesondere mit diesem wundervollen Blog „Crochet Geek“ (englisch), wo ich in Videos jede Masche nachvollziehen konnte. Dann brachte mir meine Schwiegermutter noch ein paar weitere Grundregeln bei. Vor kurzem brachte ich mir bei, Häkleschriften in Magazinen zu lesen. Doch ich weiß noch längst nicht alles! Bisher habe ich vorwiegend Amigurumi Tierchen und Granny Squares gehäkelt. Im Moment arbeite ich an einem Kleiduungsprojekt für mich.

Während dieser Projekte fragte ich mich immer wieder, auch angeregt durch Nachfragen des Mannes, warum ich eigentlich so gerne dasitze und ewig lange an was rumhäkle, was man viel billiger und ohne viel Aufwand kaufen könne. Es ist zum einem dieses schöne Gefühl, wie bei allen Do-it-yourself Projekten, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen und dabei zuschauen zu können, wie Masche für Masche unter den eigenen Händen etwas anfassbares entsteht. Ich habe einen verkopften Beruf, wo ich kein Ergebnis in den Händen halte. Da ist mir das Häkeln (und auch das Nähen) ein ganz wichtiger Ausgleich. Das Arbeiten an einem Häkelprojekt ist selbstbestimmt. Ich überlege mir was ich machen will, entscheide mich für Muster und Material, bestimme das eigene Tempo. Es gibt kein (oft lästiges) Abstimmen mit zig Beteiligten, wie im Berufsleben der Fall.

Das Ergebnis des Häkelns ist dann einmalig. Niemand anderes hat das gleiche Stück! Es macht mich stolz, wenn der Knirps mit den kleinen gehäkelten Tierchen spielt oder sich in ein Granny Square Kissen kuschelt, was ich an vielen Abenden gefertigt habe. Diese Stücke sind einfach etwas ganz besonderes.
Häkeln ist auch eine Gelegenheit in einer Welt voller Ablenkungen, ständiger Beschleunigung und dauernder geteilter Aufmerksamkeit für tausend Dinge, mich ganz und gar auf eine Sache zu konzentrieren, sich auf sie einzulassen und voll darin aufzugehen. Wiederholende Muster wirken dabei fast meditativ auf mich. Ich setze mich bewußt hin, um ein paar Maschen zu häkeln, habe Ruhe dabei und kann die Gedanken fließen lassen. Das gelingt mir beim Nähen nicht ganz so. Da gibt es weniger Wiederholungen und ich muss mich mehr konzentrieren.

Entschleunigung und Ruhe durch Häkeln.
Freunde fragen mich, warum ich mich stundenlang hinsetze, nur um so ein Tierchen oder ein Kissen zu häkeln. Ist das nicht Zeitverschwendung? Siehe oben genannte Gründe: Nein! Es ist bewußte Entschleunigung für mich. Weg vom hektischen Alltag. Dabei hat jeder seine eigenen Methoden, um abzuschalten. Ich möchte manchmal auch einfach nur eine TV-Serie schauen, um zu relaxen. Beim Häkeln jedoch, halte ich nach einer Weile etwas in der Hand, auch völlig ohne Zeitdruck!

Neulich zeigte mir eine Nachbarin ein paar feste Maschen, die sie gehäkelt hatte und fragte , ob ich ihr ein bisschen mehr zeigen könne. Sehr gern! Ich bot ihr an, dass wir eine Frühlingsmütze für ihre Tochter häkeln könnten. Ist wirklich nicht schwer. Nach ein paar halben Stäbchen war sie im Häkelfieber und ich freute mich richtig für sie. Ein paar Tage später war die Mütze fertig und sie erzählte mir, dass das häkeln spannender als jeder Krimi sei, weil sie so gespannt war, wie das Ergebnis ausschaut. Das fand ich eine passende Beschreibung! Ich häkelte ihr noch schnell eine Blume für die Mütze und fertig war sie. Die Nachbarin hat sich jetzt eine eigene Häkelnadel gekauft. Ich freue mich riesig für sie, und auch darüber, meine Leidenschaft an jemand weitergeben zu können.

Die Häkelmütze des Nachbarkindes.

Falls ihr noch nicht häkelt, probiert es doch einfach mal aus!

Donnerstag, 16. Mai 2013

Neues (großes) Häkelprojekt

Nun, so neu nun auch nicht mehr. Ich häkle schon eine Woche daran. Jetzt möchte ich Euch trotzdem kurz einen Zwischenstand zeigen. Hier:


Ich verrate noch nicht was es ist :) Muss erstmal selbst schauen, ob es überhaupt was wird. Es ist kein Granny Square und kein Häkeltierchen. Ich habe mich noch nie an so ein großes Häkelprojekt gewagt. Jetzt häkle ich schnell weiter, um Euch bald das Ergebnis zeigen zu können!

Hat jemand eine Idee, was es werden könnte?

Samstag, 4. Mai 2013

Daisy Grannys

Ich hatte viel Zeit im Krankenhaus. Immer nur Fernsehen schauen oder lesen ist auf Dauer nix und frustriert mich. Ich musste meine Hände bewegen, wenn ich mich selbst schon nicht aus dem Bett bewegen konnte. Ich bat den Mann mir meine Häkelnadeln und eine Auswahl an Wolle zu bringen, ohne dass ich eine Idee hatte, was ich machen wollte. Ich entschied mich kurzerhand für Granny Squares. Sie sind schnell fertig und so vielfältig. Mein letztes Projekt mit Granny Squares war eher einfarbig und klassisch. Jetzt wollte ich bunte Farben! Auf dem schönen Blog My Rose Valley von Annette fand ich ein wunderbares Daisy Granny Square und fing an zu häkeln. Und häkelte und häkelte und war wieder voll im Granny-Fieber. Ich dachte, dass ich vielleicht ein paar schaffen würde.

Das erste Granny Square entsteht.
 Die Infusion an meiner Hand hinderte mich immer wieder am Häkeln, da nichts tropfte, wenn ich die Hand in einem bestimmten Winkel hielt. Also musste ich immer wieder pausieren. Nach zwei Tagen im Krankenhaus hatte ich 17 (!) Granny Suares fertig. Es sind nur dreireihige, aber ich war sehr stolz auf mich, als ich den Berg vor mir sah.

Granny-Berg.
Der Knirps nahm gleich eins in Beschlag und gab es nicht mehr aus der Hand. Ich brauchte ohnehin nur 15, da ich ein 3x5 Reihen-Kissen daraus machen möchte. Eins bekam die liebe Krankenschwester, die mir in meiner Not ihr Buch auslieh, als ich nur mit meiner Handtasche bestückt auf Station gebracht wurde.
Das fertige Ergebnis gibt es bald hier zu sehen!

Alle fertig für das Kissen.

Mittwoch, 6. März 2013

Granny Kissen

Es ist vollbracht! Seit Januar werkelte ich an ein paar Granny Squares. Ganz einfache. Meist einfarbig und ein zweifarbiges. Mehr habe ich mich noch nicht getraut. Als neun Stück fertig waren, beschloss ich, dass es erstmal reicht und aus dass aus den Grannys ein Kissen werden sollte. Die einzelnen Quadrate habe ich zusammengehäkelt und dann nochmal alles mit drei Reihen festen Maschen umhäkelt. Das gab mir genug Raum zum Nähen. Für die Rückseite hatte ich mir cremefarbenden Samt ausgesucht. Ich habe zwei Teile überlappend aneinander genäht, was mir auch jeden weiteren Verschluss des Kissens ersparte. Hält auch so super. Dann Rückseite und Granysquares mit Geradstich aufeinander gesteppt. Fertig. Dazu habe ich aus  hellem Stoffe in Innenkissen genäht, was ich mit dem Polyester eines alten Ikea-Kissens gefüllt habe. Was sagt ihr?
Der Knirps hat sich gleich in das Kissen verliebt und will seitdem seinen Mittagsschlaf auf dem Kissen halten.
Detail.
Die Kissenrückseite.
Kissen von der Seite.
Der Knirps nimmt das Kissen gleich in Beschlag.

Montag, 4. Februar 2013

Coole blaue Häkelmütze

Wie der Knirps an einem Nachmittag zu einer neuen gehäkelten Mütze kam: Ich schlenderte durch das Kaufhaus, ganz zufällig an der Wollabteilung vorbei und dachte: „Ich wollte schon immer mal mit einer sehr großen Häkelnadel häkeln... oh! So ein Zufall. Hier liegt dicke Wolle.“ Gedacht, gekauft. Noch am selben Nachmittag häkelte ich ohne Muster mit halben Stäbchen drauf los und passte nach ein paar Runden die Mütze immer an. Abends häkelte ich noch das Band an der Mütze fertig und nähte die Knöpfe an. Am nächsten Tag durfte der Knirps die Mütze schon ausführen. Dabei merkte ich, dass es viel praktischer wäre, wenn man die Mütze unten zuknöpfen könnte und häkelte abends noch ein Band dran. Jetzt ist die perfekt. Ein ganz klein wenig reichlich ist sie noch, aber so schön! Und ich bin so stolz, wenn ich auf die tolle Mütze des Knirpsens angesprochen werde...
Angefügtes Zuknöpfband.
Der Knirps führt die Mütze aus.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Statt bloggen...

...passiert eigentlich auch nicht so viel. Es fehlt nur in letzter Zeit die Inspiration etwas. Wir verharren in Winterstarre. Es ist so schrecklich kalt draußen. Viel zu kalt für meinen Geschmack. Wir leben so vor uns hin, dabei vergesse ich schonmal das Bloggen. Gegen die Kälte hilft eine warme Suppe. Unser Favorit im Moment: Linsensuppe. Hier habe ich ein paar wundervolle Rezepte gefunden. Seit ein paar Tagen schaue ich jeden Abend eine Folge „Downton Abbey“, die Frau Nord empfohlen hatte. Danke für den Tipp nochmal! Dabei häkle ich meist ein Granny Square. Angesteckt hat mich Halitha, die so wundervolle Granny Squares häkelt! Ich versuche mich momentan noch an den einfachen, einfarbigen. Mal sehen was daraus wird... Eine Videoanleitung dazu in Englisch gibt es hier. Für ein square brauche ich etwa eine halbe Stunde. Gestern habe ich nach 1,5 Wochen meine Nähmaschine von der Reparatur abgeholen können. Sie läuft auf einmal so leise! Raus gehen wir trotz der Kälte trotzdem mal. Am liebsten in den Zoo. Dem Knirps haben es die Elefanten angetan und die Löwen. Unser Zoo hat zwei neue Löwenbabies, die sich manchmal streiten. Dann ruft der Knirps laut „Au“ vor dem Geheege.

Wenn es also mal ein bisschen ruhiger ist hier, friere ich so vor mich hin, schaue „Downton Abbey“ und überlege, was ich mit den Granny Sqares anstelle ...

Meine bisherigen Granny Squares.


Mittwoch, 26. Dezember 2012

Drei Schneemänner

Der Festtagsbraten ruht im Bauch. Man ist müde. Zeit sich die schönen Dinge anzuschauen, die der Weihnachtsmann gebracht hat und an die Dinge zu denken, die man verschenkt hat. Kurz vor Weihnachten machte mich die Schwiegermutter auf einen schönen Link aufmerksam. Jill vom wunderbaren Blog TheDapperToad zeigt ein Häkelmuster für süße Schneemänner. Da die mir so schnell von der Hand gingen habe ich gleich drei gemacht. Einen für den Knirps, einen für die Uroma des Knirpsens und einen für meine Tante. Auch wenn Weihnachten jetzt schon fast vorbei ist, habt ihr vielleicht Lust auch einen Schneemann zu probieren. Ich habe etwa eine Stunde für einen gebraucht. Ich denke, das Muster ist auch für Häkelanfänger gut geeignet.
Die drei Schneemäner. Der mit dem blauen Schal ist für den Knirps.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Häkelfreunde

Chippo hat neue Freunde bekommen. Naja, genauer gesagt nur einen, den Fisch. Zwei wurden sogleich an das Baby von meinem Interviewpaar,  das diese Woche das Licht der Welt erblickte, verschenkt. Ich freue mich so für die beiden! Da der Knirps aber gleich in den "Fant" verliebt war, ist ein weiterer für ihn schon fast fertig. Alle Tierchen habe ich wieder nach Vorlagen von diesem Buch gehäkelt. Ich brauche immer noch recht lang für ein Tier (5-6 Stunden), aber es macht mir unheimlich viel Spaß, Schritt für Schritt ein süßes Häkeltier in meinen Händen entstehen zu sehen.
Ich wünsche Euch allen einen guten Start in die neue Woche!
Fant!


Sonntag, 28. Oktober 2012

Gestatten, Chippo: Ich bin gehäkelt.

Das ist Chippo, das Nilpferd bzw. Hippo. Chippo wohnt seit dieser Woche bei uns und ist kuschelweich. Der Knirps hat ihn morgens entdeckt, warf ihn quer durch das Zimmer und besiegelte somit die Freundschaft. Chippo besteht aus vielen Häkelmaschen. Ich wollte schon immer mal ein kleines Tierchen häkeln und habe jetzt im Herbst endlich die Zeit dazu gefunden. Vor längerer Zeit hatte ich mir ein Buch mit Anleitungen für viele Häkeltiere gekauft. Entschieden habe ich mich für „Tiny Yarn Animals“, weil ich die kleinen Tiere darin wirklich süß finde. Die Anleitungen sind verständlich geschrieben. Gefüllt habe ich Chippo mit weißer Perlfaser (gibt’s im Bastelgeschäft). Mit dem Aufsticken von Mund und Nase hatte ich einige Probleme und musste auf youtube nachschauen, wie man das am Besten anstellt. Insgesamt habe ich an Chippo etwa sechs Stunden gehäkelt. Klingt viel, dachte ich, aber: ist ja auch mein erstes Häkletier. Chippo soll nicht allein bleiben. Ich habe schon Garn und Häklenadel für einen neuen Freund für Chippo rausgesucht. Aber: der Knirps bleibt natürlich sein bester Freund.

Sonntag, 6. Mai 2012

Gehäkelte Converse All Stars

Der Mann und ich tragen gern Converse Chuck Taylor All Stars Schuhe. Der Mann fast immer. Ich manchmal. Dabei liebe ich die farbigen, der Mann bevorzugt die klassisch schwarzen. Da wurde es Zeit, dass der Knirps auch welche bekommt. Da er noch nicht läuft, habe ich mich für seine ersten Converse für eine gehäkelte klassisch schwarze Variante entschieden. Das Muster habe ich bei ravelry gefunden. Hier gibt es den gratis download (ich glaube ihr müsst ein Usernamen und Passwort haben, um Euch einzuloggen). Das Muster ist teilweise leider sehr umständlich geschrieben. Die Schwiegermutter hat große Entzifferungshilfe geleistet und dabei gleich ein zweites Paar in rot gehäkelt! Ich habe für die Schühchen schon eine Weile gebraucht. Einfach war es für mich nicht, aber es sind ja auch die ersten selbstgehäkelten Schuhe. Ich finde, sie sind cool geworden und das Converse-geübte Auge des Mannes befindet sie auch für gut. Der Knirps schafft es allerdings immer wieder mal abzustrampeln. Etwas knapp sitzen sie an ihm, aber ich hoffe, dass sie noch so lange passen, bis er laufen kann. Dann werde ich die Schühchen als Deko umfunktionieren. Ist zu schade, sie in der hintersten Schublade zu verstecken.
Der Knirps in den Schuhen.
Converse in schwarz.
Die rote Variante der Schwiegermutter.

Dienstag, 17. April 2012

Grüne Sommer-Häkeljacke

Könnt Ihr Euch noch an diesen Post erinnern? Ist schon eine Weile her, aber jetzt habe ich es endlich vollbracht. Die Häkeljacke ist mit großer Beratungshilfe der Schwiegermutter fertig geworden. Nach diesem Muster habe ich gehäkelt. Musste es aber etwas größer machen von der Maschenzahl her, da ich dünnere Wolle verwendet habe. Das war ein ganzes Stück Rechenarbeit. Das Tolle an dieser Jacke ist, dass man sie entweder mit Stehkragen oder mit runtergeklappten Kragen tragen kann. Die Knöpfe sind nicht mit ganz einheitlichen Abstand angenäht, aber die Schwiegermutter meint, das mache es eben zu einem individuellen Stück Handarbeit. Recht hat sie! Übrigens habe ich die Knöpfe aus der Knopf-Schatztruhe der Schwiegermutter nehmen dürfen, die schon ihrer Mutter gehört hat. Das sind richtige Vintage-Teile aus den 1940er und 1950er Jahren.
Wenn ihr Lust habt, das gute Stück nachzuhäkeln und Probleme mit der Anleitung habt, könnt ihr mir gern eine E-Mail schicken.


Variante mit geklappten Kragen.
Stehkragen-Variante.

Samstag, 18. Februar 2012

Bärenstarke Häkelmütze

Nachdem der erste Versuch der süßen Bärenmütze zu groß ausfiel und kurzerhand in eine Mütze für mich umgewandelt wurde ist es nun vollbracht und der Knirps hat seine Bärenmütze! Er trägt sie mit Stolz, auch wenn sie manchmal ein wenig verrutscht... Aber seht selbst:



Detail: Ohr an der Mütze.
Die Ohren habe ich extra gehäkelt und dann angenäht. Von den Ohrenklappen konnte ich eine direkt an die Kappe häkeln und eine habe ich angesetzt.

Samstag, 11. Februar 2012

Mütze für Knirps? Nein, für Mama!

Mütze auf meinem Kopf.
Das Häkelfieber hat mich gepackt. Gleich nach dem vollendeten Häkelball machte ich mich ans nächste Werk. Häkeln geht so schön schnell und erfordert nicht extrem viel Geduld. Das kommt meiner ungeduldigen Natur sehr entgegen. Man sieht schon nach kurzer Zeit ein Ergebnis. Ich nahm also eine Mütze für den Knirps in Angriff mit Anleitung von hier. Die Mütze sollte laut Beschreibung etwas kleiner ausfallen, als des Knirpsens großer Kopf, also häkelte ich einfach noch ne Reihe dazu. Großer Fehler! Die Mütze war dem Knirps sehr viel zu groß. Grummelnd setzte ich mir die Mütze zum Spaß auf und...? Sie passte! Der Mann schaute vom Fußballfernsehen auf und bemerkte: „Sieht ja richtig gut aus an Dir.“ Fein. Ich häkelte schnell noch den Schluss der Kopfbedeckung und betrachtete das Werk im Spiegel. Mir stand der Sinn nach einem farbigen Akzent. Da ich nur zwei Wollknäule besitze, das der Mütze und das grüne des Häkelballs, musste es also grün sein. Ein Blatt vielleicht. Schnell war eine Anleitung gefunden und los ging’s. Es kam tatsächlich was in Blattform raus. Ich nähte es an die Mütze und fragte den Mann, was er davon hielte. „Was soll das darstellen? Es sieht aus, wie ein Fisch ohne Schwanz“, kam als Antwort. Egal, jetzt war es aufgenäht und wenn es schon nicht als Blatt erkennbar ist, dann ist es eben nur eine farbige Form. Ergebnis von drei Abenden Häkeln: Mütze für Knirps nicht existend, Mama hat unerwartet eine neue.
Und nochmal so. Ohne Kopf.

Dienstag, 3. Januar 2012

Häkel(wieder)Anfänger

Blutige Anfänge.
Gestern im Laden: Ich wollte nur schnell einen hübschen Schnitt für eine Jacke für den Knirps kaufen. Auf dem Weg zu den Schnitten laufe ich zufällig an den Häkelnadeln vorbei. Ich denke: „Es ist sehr lange her, seit ich gehäkelt habe. Sehr lange. Geschätzte 20 Jahre. Huch, so lange?“ Hat man als Kind eben gemacht. Ein paar unbeholfene quadratische Lappen und so. Jetzt, wo der Knirps eine so schöne Mütze von der amerikanischen Großmama bekommen hat könnte ich das vielleicht auch mal wieder probieren!? Gedacht, gekauft. Preiswerte Häkelnadel, preiswertes Wollknäul und los gehts. Der Knirpsenpapa schaute mich gestern abend auf dem Sofa irritiert an: „Wie? Häkeln tun wir jetzt also auch noch? Seit wann?“ Naja, fragen wir mal lieber, wie lange noch ... Ich hoffe, es ist wird kein Zwei- oder Dreitagsfliegenhobby.

Seid ihr auch vom Häkelfieber besessen?