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Wenn der Knirps jemandem „Tschüss“ sagen will, winkt er. Wenn er was gut
findet oder Musik hört, klatscht er. Das hat der Knirps von uns oder
Familienmitgliedern gelernt. Seid neustem zeigt er auch, wenn er mehr
essen oder trinken will. Oder: wenn er hungrig oder durstig ist zeigt er
in Richtung Küche oder Trinkflasche und macht dasselbe Zeichen. Dann
wissen wir gleich was er will. Das ‚Geheimnis‘ hinter diesen Zeichen
heißt Babyzeichen. Wir bringen dem Knirps langsam einige Zeichen bei,
die er im Alltag verwenden kann, um sich verständlich zu machen.
Sprechen kann er ja noch nicht so viel. Babyzeichen sind in Deutschland
relativ neu. Ursprünglich kommt die Idee aus den USA, wo viele Eltern
sie schon seit vielen Jahren verwenden. Der Buch-Klassiker dafür ist
„Baby Signs" von Linda Acredolo und Susan Goodwyn. Das Buch habe ich
relativ früh gelesen. Angefangen, dem Knirps aktiv die Zeichen
beizubringen eigentlich erst so richtig aktiv vor ein paar Wochen. Das
Zeichen für ‚mehr‘ hatte er innerhalb von zwei Versuchen begriffen.
Einige andere Zeichen mache ich nach wie vor vergebens, ohne Reaktion
des Knirpses. Es hat geholfen, die Hände des Kleinen zu nehmen und das
Zeichen vor zu machen. Aber wir haben kein Ziel, dass er dies und das
lernen muss. Er lernt, was er will und das reicht. Das schöne an
Babyzeichen ist, dass die lieben Kleinen sich viel viel eher ausdrücken
können, als sie sprechen können, was zu weniger Frust führt. Wir wissen
nun ganz genau, wann der Knirps satt ist (nämlich wenn er das
mehr-Zeichen nicht mehr macht beim Essen) und wann er Essen will. Das
hilft enorm. Ich kann es jedem ans Herz legen, es zu versuchen. Es mag
am Anfang mühsam und aussichtslos erscheinen, aber die Freude ist sehr
groß, wenn das erste Zeichen dann wirklich eingesetzt wird aktiv zu
kommunizieren.

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| So sieht das Zeichen für 'mehr' auch aus. |
Habt ihr schon von Babyzeichen gehört oder wendet sie selbst an?