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Montag, 15. April 2013

Stoffwindelwoche 2013

Ich bin dabei! Vom 15.-21. April ist internationale Stoffwindelwoche (Real Nappy Week). Ich höre dieses Jahr zum ersten Mal davon. Da wir nach wie vor von den bunten Stoffies begeistert sind und täglich fleißig Gebrauch davon machen, bin ich von der Woche begeistert!


Der Knirps in einer sehr schicken Windel.
Der wunderbare Stoffwindelblog „Schick gewickelt“ wies mich darauf hin. Schaut einfach mal dort vorbei. Thu hat sich etwas Tolles einfallen lassen. Jeden Tag in dieser Woche gibt es ein anderes Thema. Samstag, den 20. April ist das der große Stoffwindelwechsel-Tag (The Great Cloth Diaper Change). Dabei gibt es verschiedene Orte auf der ganzen Welt an denen um 11 Uhr (jeweils Ortszeit) Stoffwindeln gewechselt werden. Letztes Jahr wurden so 8251 Stoffwindeln zur gleichen Zeit gewechselt.

Hier die Themen der Woche, die ihr jeweils hier findet:

Montag 15. April - Real Choice
Dienstag 16. April - Real Fun
Mittwoch 17. April - Real Change
Donnerstag 18. April - Real Easy
Freitag 19. April - Real Future
Samstag 20. April - Real Change - The Great Cloth Diaper Change
Sonntag 21. April - Real Clean

Montag, 8. April 2013

Handgemachter Trend

Gestern habe ich es zum ersten Mal auf einen Kreativmarkt geschafft. Der Mann hütete den schlafenden Knirps zu Hause, da er sich ohnehin nicht für so einen „Kram“ interessiert. Ich war gespannt. Was es da wohl alles zu sehen gibt? Sicher war der Markt voll von Inspirationen, individuellen und schönen Dingen. Die erste (weniger schöne) Überraschung erlebte ich, als ich die Schlange wartender Leute sah. Grummelnd reihte ich mich ein. Nach einer halben Stunde anstehen und 2,50€ Eintritt durfte ich endlich in die Halle. Es bot sich mir eine bunte Vielfalt und viel angenehme Überraschungen kreativer Art: Genähtes, Stoffe, Buttons, Lampen, Spielzeug, Stempel, Grafiken usw. An jedem Stand gab es etwas neues zu entdecken. Ich erstand zwei Meter schönes Auto-Webband und einen Fußball-Flaschenöffner für den Mann. Beim Genähten interessierte ich mich hauptsächlich für die Verarbeitung. Man lernt ja nie aus.

Das coole Webband für den Knirps. Erstanden auf dem Kreativmarkt.
Auf dem Nachhauseweg machte ich mir Gedanken, was den Kreativ-Trend denn so ausmacht. Ist es wirklich das Kontra zu billiger Einheit-Massenware? Klar! Es sind alles individuelle Stücke und genau diese Individualität ist es ja wonach sich die Menschen sehnen. Daher ja auch der Trend... Ich freue mich sehr über diese Entwicklung, weil sich die Menschen damit auch wieder auf Qualität besinnen, weg von der Massenware und sich fragen wo die Ware herkommt. Wenn man Selbstgemachtes kauft, hat man oft ein Einzelstück erworben und wenn man selbst etwas herstellt, weiß man wieviel Arbeit dahinter steckt und liebt diese Sache innigst. Sie bedeutet so viel mehr als ein gekauftes Stück.

Was ich aber auch bemerkte ist, dass es innerhalb des Handgemacht-Trends natürlich auch wieder Trend gibt. Stoffe unterliegen genauso der Mode und die Muster wiederholen sich. Demzufolge, ähneln sich die Sachen, die ich nähe oder die angeboten werden oft. Der Schnitt und was man damit macht, bringt hier zwar auch nochmal Individualität, aber gerade diebunten Motivkinderstoffe sind so laut, dass der Schnitt meist nicht so auffällt. So ist es mir z.B. mit dieser Mütze, die ich für den Knirps im letzten Jahr nähte, so passiert, dass ich angesprochen wurde, wo ich die gekauft hätte, mit so Eulensachen, rennt ja jetzt jeder rum. Ich habe diese Mütze deswegen nicht weniger geliebt, aber nähe ich nicht gerade weil ich individuelle Sachen für mein Kind möchte?!

Freunde bemerken immer wieder mal an, wie teuer die selbstgenähten Sachen sind. Wenn man aber Material und investierte Arbeitszeit rechnet, sind sie gar nicht mehr so preisntensiv. Teuer erscheinen sie vor allem im Vergleich zu billiger Massenware. Dort trägt aber jemand anderes die Kosten, die man selbst nicht zahlt. Zum Beispiel Billiglohnarbeiter und fehlende Umweltauflagen sorgen für schön billige preise. Will nicht (!) heißen, dass jede große Kette so arbeitet! Gerade heute abend lief in 3sat eine Reportage „Die 20 größten Konsumsünden“ in der Konsumsünde Nr. 10 die Kleidung ist. Die Autoren beschreiben darin, dass die Kleidung so billig ist, dass sich eine „Ex und Hopp Mentalität“ bei uns entwickelt hat. Wenn etwas nicht mehr gefällt, gibt es ein preiswertes Neues Kleidungsstück. Ein Body für ein Baby kann neu nicht nur 2-3 Euro kosten, oder eine Hose 3-4 Euro. Unabhängig davon, finde ich aber, dass die Grundlage für die schönen individuellen Sachen, der Stoff, unverschämt teuer ist. Gut, es ist hoch qualitativer Stoff und sehr süß! Aber die bunten Kinderjerseystoffe mit Eulen, Äpfeln, Füchsen usw. kosten so viel, dass ich mich frage, ob sich selber nähen hier wirklich lohnt. 11 Euro für einen halben Meter bei einem Stoff, der 1,20m breit liegt? Nö! Ich kaufe auch ab und zu süße Kinderstoffe, versuche aber etwas ab vom Mainstream zu kaufen, in kleinen Stoffgeschäften und eher selten online. Außerdem vernähe ich gern abgelegte Kleidung. Wenn wir irgendwo im Ausland sind suche ich auch oft Stoffgeschäfte auf, weil es dort immer eine andere Auswahl gibt.

Mein Fazit: Der Handgemacht-Trend ist super. Mehr davon. Weiter so. Allerdings muss man auch bei diesem Trend aufpassen, dass man wirklich individuell bleibt. Der Hangemacht  Markt ist schließlich auch nur ein Markt, der automatisch auch Moden unterliegt.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Die Erde geht online

So. Jetzt bin ich schon wieder fünf Monate zurück auf Arbeit. Da wurde es Zeit, dass Mama mal auf eine coole Konferenz gehen darf. Der Mann fand natürlich ausgerechnet diese Woche auch ganz nett für eine Auslandsdienstreise. Zum Glück war Mamas Konferenz in der Heimatstadt. Fehlte nur noch die Nachmittags-/Abendbetreuung für den Knirps. Eine liebe Freundin sprang ein. Somit durfte ich auch die Abendveranstaltungen gestern und heute besuchen und viele coole Leute kennenlernen. Einer der coolen Leute machte uns heute auf ein besonders wundervolles Video aufmerksam, dass ich Euch nicht vorenthalten möchte. „Earthbook: Die Erde geht online“ gibt es bei youtube und zeigt auf originelle Weise wie die Erde eine virtuelle Beziehung zum Menschen aufbaut und ... ob sie überhaupt mit dieser Spezies „befreundet" sein will. Schaut selbst.

Mittwoch, 26. September 2012

Recycelte FruchtBar-Tasche

Quelle: www.fruchbarewelt.de
Qutesche-Snacks aus Frucht und Gemüse gehen immer runter wie Öl, sagt sich der Knirps. Am liebsten kaufen wir die Bio-Fruchpürees von FruchtBar. Die haben zwar einen stolzen Preis von 0,99 Euro, aber mittlerweile haben die eine sehr große Auswahl und dem Knirps schmeckt es. Ich finde sie sehr praktisch für unterwegs und manchmal auch zwischendurch. Wenn ich mal wieder Nachschub kaufe, muss ich das entweder ohne Knirps machen oder die Dinger so im Einkaufswagen verstauen, dass der Kleine nichts merkt, sonst gibt es Geplärr bis an die Kasse. Manchmal habe ich aus lauter Verzweiflung schon einen im Laden aufgemacht und dann an der Kasse die leere Packung scannen lassen... Besonders schön finde ich, dass man die gesammelten leeren Packungen einschicken kann (30 an der Zahl) und dafür entweder eine Tasche oder ein Mäppchen bekommt. Eine sehr schöne nachhaltige Idee. Die Zusendung unserer süßen Tasche hat zwar etwas gedauert, aber der Brief erklärte, dass die Nachfrage sehr groß ist und die recycelten Produkte in Handarbeit in einer Behindertenwerkstatt genäht werden. Noch symphatischer.
Unsere schöne Tasche!
Ich habe keine Gratisprodukte von FruchtBar für diesen Post erhalten. Alles selbst gekauft und probiert.

Sonntag, 22. April 2012

Earth Day, die 2.: Seafood - Lecker und nachhaltig

Heute zum Earth Day noch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit von Meeresgetier: Wir lieben Fisch und alles was aus dem Meer kommt. Zum einen lieben wir Seafood als Essen und zum anderen sind wir fasziniert von der Artenfülle und den Lebensformen. Deshalb achten wir bei Meeresbewohnern, die wir nicht im Aquarium bewundern, sondern die bei uns auf den Tisch kommen, besonders auf Nachhaltigkeit. Das geht nicht immer zu 100%, besonders im Restaurant. Schließlich will man ja nicht jeden romantischen Abend im Resaturant damit verbringen, den Kellner argwöhnisch nach der Herkunft des Fisches zu fragen. Wenn wir aber selbst einkaufen, dann schauen wir so gut wie immer auf die schönen Aufdrucke der nachhaltigen Fischerei. Das ist zum einen das MSC (Marine Stewardship Council) Siegel, dass Fisch und Meeresfrüchte aus zertifizierter nachhaltiger Fischerei kennzeichnet. Dabei ein großes Lob an Edeka, die sich entschlossen haben, nur noch Fisch mit dem MSC Siegel anzubieten. Zum anderen gibt es Followfish. Alle Packungen von Followfish haben einen Trackingcode, durch den man im Internet genau sehen kann, wo, wann, mit welcher Fangmethode und auf welchem Boot der Fisch gefangen wurde. Manchmal wird sogar der Kapitän des Bootes angegeben.

Der Knirps vor einer Seafood Schüssel, gefüllt mit Hummer und Muscheln.
Der Knirps greift neugierig nach dem Hummer, aber lässt es dann doch lieber bleiben.
Wir, der Knirpsenpapa und ich, finden, dass es wichtig ist auf Nachhaltigkeit bei Fisch & Co zu achten. Viele Bestände sind überfischt oder stehen kurz vor dem Aussterben. Durch viele Fangmethoden, z.B. Schleppnetze, wird der Meeresboden auf lange Zeit zerstört und damit wird den Meersbewohnern die Lebensgrundlage entzogen. Der WWF (World Wide Fund for Nature) hat kürzlich einen aktualisierten Einkaufsführer herausgegeben. Ja, Hummer unser Lieblings-Seafood, kommt dabei nur mittelmäßig weg. Wir lassen uns Hummer hier in den USA, wo man ihn sich preislich leisten kann, trotzdem ab und zu schmecken. Wie gesagt, die Freude an der Sache soll ja etwas erhalten bleiben. Damit sie uns noch relativ lange erhalten bleibt, kaufen wir fast immer nachhaltig, aber eben nur fast ;).

Wo kauft ihr Euren Fisch? Spielt Nachhaltigkeit dabei eine Rolle?

Donnerstag, 19. April 2012

Mein Earth Day Beitrag: Stoffliche Hygiene für Knirps UND Mama!

In Anbetracht des nahenden Earth Days am 22. April habe ich eher zufällig gerade pünktlich meinen ganz eigenen Beitrag dazu entdeckt: Der Knirps verbringt seine Tage in Stoff gewickelt. Bevor wir auf Stoff umgestiegen sind, habe ich viel gelesen, nachgeforscht und gerechnet. Warum? Wieso? Vorteile? Nachteile? Als die Entscheidung für Stoffwindeln endlich fiel - die wir übrigens noch nie bereut haben -, war einer der Hauptgründe, dass wir viel weniger Müll produzieren (neben all den gesundheitlichen Gründen). Jetzt habe ich hier in den USA gehört, dass die monatliche frauliche Hygiene mit Stoffeinlagen auch sehr gut funktioniert. Erst dachte ich: wieso? Funktioniert doch mit den herkömmlichen Dingen seit Ewigkeiten gut. Und: Bäh, das waschen? Nach einem Gespräch mit der Schwägerin, die Stoffeinlagen seit einigen Monaten verwendet, dachte ich: ja wieso eigentlich nicht? Wir wickeln den Knirps mit Stoff und ich finde es auch nicht ‚bäh‘! Die Idee, dann keinen Müll mehr zu produzieren trifft ja auf meine hygienischen Bedürfnisse genauso zu, wie auf den Knirps. Warum sollte ich beim Knirps darauf achten und bei mir selbst nicht? Außerdem können die Einlagen super mit den Stoffwindeln gewaschen werden. Als ich die Einlagen dann in einem Laden entdeckt hatte, habe ich einfach mal zugegriffen. Der Preis von 40$ war zwar erstmal nicht sehr billig, aber dafür brauchte ich in den nächsten Jahren keine Wegwerfprodukte mehr zu kaufen. Außerdem sehen sie zielmlich stylish aus. Oder? Nicht, dass das Starterpack für einen kompletten Zyklus reichen würde, aber nachdem ich einen Blick auf den Schnitt geworfen habe, entschied ich, dass diese Dinger sehr einfach nachzunähen sind. Verwendet wird bei den Einlagen eine Art Flanell-Baumwollstoff. Also werde ich mir bestimmt bald noch mehr von den Dingern nähen. Ausprobiert habe ich sie noch nicht, da sie vorher erst ein paar Mal gewaschen werden sollten (wir neue Stoffwindeln auch), um die Saugfähigkeit aufzubauen. Ich werde berichten, wie ich damit zufrieden bin.  Die Schwägerin berichtete bisher nur postitives!

Stylisher Starterpack!
Drucknöpfe an der Unterseite und eine Öffnung für weitere Pads.
Einlagepad.
 Habt ihr schon von der Stoffalternative gehört oder verwendet sie schon?