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Montag, 25. März 2013

Bademonster

Freitag ist Badetag. Im Moment nicht bei uns. Bei uns ist Badetag, wenn der junge Herr am wenigsten wahrscheinlich schreiend in der Badewanne steht und in Windeseile abgebraust wird. Wenigstens alle 1,5 Wochen. Zwischendurch saust unter Protest der Waschlappen am Knirps vorbei. Gebadet werden muss spätestens dann, wenn der Knirps sich beim Italiener um die Ecke den Teller, auf dem das Öl der eben verspeisten Oliven klebt, durchs Haar rubbelt.
Seit etwa zwei Monaten haust in unserem Bad das Bademonster und das hält den Knirps davon ab, das Baden gut zu finden. Bis vor zwei Monaten konnte er nicht genug davon bekommen. Jetzt kreischt er nur, wenn er das Wort „Baden“ hört. Da hilft kein Tricksen oder noch so tolles Badespielzeug. Wir tun unser Bestes das Bademonster zu vertreiben und dem Knirps dem Spaß am Baden wieder zu bringen. Ist auch gut für unsere Nerven ...

So ein friedlicher Knirps nach dem Baden ist Geschichte.

Hatten Eure Kleinen schonmal eine Badekrise?

Sonntag, 16. September 2012

Mein erster Haarschnitt

Es ließ sich nun nicht mehr länger hinauszögern: des Kirpsens Haare ragten weit über seine Ohren hinaus und hinten in seine Shirts hinein. Es wurde Zeit für den ersten Haarschnitt im Leben des Knirpses! Zuerst wurde frisch gebadet. Gute Laune. Dann wurde abgetrocknet mit Unterhaltung des Quitscherentchens. Noch gute Laune. Dann wurde sich auf Papas Schoß gesetzt. Quitscherentchen in der Hand. Immer noch gute Laune. Dann holte Mama die Schere. Der Knirps wollte damit spielen, aber durfte nicht. Keine gute Laune mehr. Mama will anfangen Haare zu schneiden. Überhaupt und gar nicht gute Laune! Also muss Papa den Knirps am Kopf festhalten und Mama versucht einigermaßen gerade zu schneiden, ohne dabei das Ohr des Knirpses zu erwischen. Geschafft. Nach zwei Minuten Brüllerei sitzt der Knirps mit gestutzem Haar vor uns und bewundert die abgeschnitte Haarpracht. Ein paar längere Haarspitzen hängen zwar hier und da noch rum, aber unter solch erschwerten Bedingungen kann sich das Ergebnis sehen lassen. Süß befinden wir und wie ein richtiger kleiner Junge sieht er aus. Mit dem ersten Haarschnitt ist der Knirps wieder ein Stück mehr „gewachsen“. Wo ist unser Baby von vor einem Jahr hin?
Die Haare hängen über die Ohren des Knirpses.
Der Papa kämmt erstmal.
Die abgeschnittene Haarpracht.
Der neue Haarschnitt!!!
Wann hatten Eure Kinder den ersten Haarschnitt? Selbst geschnitten oder beim Friseur?

Dienstag, 1. Mai 2012

Macht Euch ruhig die Hände dreckig!

Was ist bei Euch der erste Reflex wenn ein Spielzeug in den Dreck draußen fällt und der Nachwuchs es wieder aufhebt und genüsslich dran lutschen will? Also mein erster Gedanke am Anfang war: wo ist schnell fließendes Wasser um es dolle abzuschrubbeln. Jetzt reibe ich den größten Schmutz ab und gebe es dem Knirps zurück. Solange es nicht unbedingt in Hundekacke gelandet ist. Eine andere theoretisch mögliche Reaktion wäre das heruntergefallene Spielzeug sofort mit antibakteriellen Tüchern zu attackieren. Auch gut?

Spielen mit Stöcken auf der Wiese.
Mit dem Mehr an Beweglichkeit, die der Knirps an den Tag legt und dem schöner werdenden Wetter stellt sich mir jetzt fast täglich die Frage, ob und auf welchen Untergrund ich den Knirps draußen setze. Legte ich doch im letzten Jahr noch sorgfältig die frisch gewaschene Kuschel-Baby-Decke auf der Wiese zurecht, um den erst wenige Wochen alten Knirps vorsichtig darauf zu plazieren. Das ist passé. Ich entscheide mich jetzt fast immer für: Knirps absetzen, (fast) egal wo und einfach krabbeln und entdecken lassen. Dreck reinigt den Magen, macht widerstandsfähig und ist sogar gut für die Kiddies. Das sind so meine Gedanken, wenn der Knirps die Welt draußen erkundet. Gut soll das sein, der Dreck den sie essen? Ja, und das gleich auf mehrfache Weise: erstmal müssen die Kleinen mit natürlichen Bakterien und so in Berührung kommen. Darauf ist ihr Immunsystem nun mal programmiert: Training, Training, Training. Wenn durch die Übersterilisierung der Umgebung nichts da ist, womit das Immunsystem rumtrainieren kann, sucht es sich eben willkürlich was anderes, wie Blütenpollen, Gluten, Eiweiß, Tierhaare und so weiter. Und schon hat das Kindchen eine Allergie am Hals. Will im Umkehrschluss nicht heißen, dass man keine Allergien bekommen kann, wenn alles schön unsterilisiert bleibt. Abschließend ist die Entstehung von Allergien nicht geklärt. Klar ist aber, dass übertriebene Hygiene und vor allem antibakterielle Mittelchen Allergien den roten Teppich ausrollen. Noch schlimmer: einige Stoffe in antibakterillen Putzmitteln stehen selbst im Verdacht Allergien auszulösen. Hände waschen mit klarem Wasser und milder Seife reicht völlig aus. Aber auch nicht 10 mal am Tag. Fazit: Dreck ist also ein gutes Immunsystemtraining.
Rumkrabbeln auf dem Sportplatz im Park.
Ich habe den Knirps auch schon dabei ertappt, wie er sich Sand in den Mund gesteckt hat. Meine erste Reaktion natürlich: Ahh, das ist doch Sand. Muss er jetzt den Magen ausgepumpt bekommen? Ich erkundigte mich: natürlich ist alles ok. Ich habe in einer lokalen US-Zeitung hier sogar erst letzte Woche gelesen, dass in Erde Bakterien gefunden wurden, die helfen das Gute-Stimmungshormon Serotonin zu produzieren (Studie der Bristol University). Außerdem haben die Kleinen durch das an der frischen Luft spielen wenier Stress, ein gestärktes Immunsystem und es soll sogar die Fernsicht verbessern. Na, das draußen spielen gut ist, ist ja eigentlich auch keine Neuigkeit mehr. Aber ich schweife ab.

Der Knirps im Einkaufswagen.
Aber nicht nur Dreck auf dem Boden lässt viele Eltern misstrauisch werden. Hinterlistige Bakterien lauern schließlich überall, so will es uns zumindest die Werbung suggerieren. Als ich vor fünf Wochen hier in den USA ankam, wurde mit als erstes von Verwandten angeboten, ich könnte einen Einkaufswagenbezug für den Knirps haben. Damit er die verseuchten Einkaufswagen nicht anfassen muss, wenn er im Sitz thront. Ich lehnte ab. Klar, passe ich auf, dass wenn ich ihm auf dem Klo die Windeln wechsle, dass er nicht unbedingt jede Ecke mit den Händen erkundet. Wenn ich aber überall aufpassen will, dass dürfte der Knirps ja gar nix mehr anfassen und ich auch nicht, weil ich ja den Knirps anfasse. Also denke ich jetzt nicht mehr, was wo überall mikrobiologisch besiedelt sein könnte, weil fast alles sowieso natürliche Bakterien sind mit denen die Kleinen eben lernen müssen fertig zu werden.

Wie haltet ihr es mit der Nachwuchs-Hygiene?

Sonntag, 8. April 2012

Nächtliches Bad oder Wie geht dieser Geruch bloß wieder weg?

Gestern abend: wir saßen gemütlich auf dem Sofa. Ich häkelte an einer Jacke für den Knirps, die Schwiegermutter erzählte, der Mann saß da und schaute eine Serie auf dem Laptop. Der Knirps schlief seit einer Weile friedlich. Gegen 21 Uhr war er mal kurz aufgewacht - eigentlich ungewöhnlich für ihn - aber er ließ sich schnell wieder beruhigen. Dann hörte ich um 21:39 Uhr ein komisches Geräusch im Babyfon und gleich darauf schrilles Gebrüll. Das war kein gewöhnliches Krakele, wie sonst, wenn er nur aufwacht und Zuwendung will. Ich raste zum Knirpsenbett und sah im Halbdunkel den Knirps in einer riesen Lache Erbrochenem liegen. Der Geruch war unverkennbar. Ahhh. Ich rief panisch nach dem Mann. Die Schwiegereltern hatten alles durch das Babyfon gehört und kamen auch angerast. Der Knirps hatte noch nie gekotzt! Mal ein bisschen gespuckt aber nicht viel. Das hier sah aber ganz anders aus. Das Abendbrot des Knirpses lag im Bett verteilt und auf seinem Gesicht. Ich wusste gar nicht was zuerst tun. Zum Glück gab es viele helfende Hände, sodass wir den Knirps schnell von dem Unglück befreien konnten. Und er schrie weiter wie am Spieß. Bei diesem Besudlungsgrad half nur noch ein Bad. Schnell Wasser einlassen, Knirps rein in die Bade-Ente und siehe da: er beruhigte sich. Er badete eben auch in der Nacht gern. Ich nahm vorsichtshalber mal gleich die doppelte Menge Babyshampoo wegen dem beißenden Geruch. Nach einer Weile konnte ich den Knirps wieder aus der Wanne heben, wobei er sich verhältnismäßig ruhig anstellte. Frisch gebadet und in sauberen Sachen ließ sich der Knirps auch gleich wieder in den Schlaf bringen nachdem er etwas Wasser getrunken hatte und sich bei mir auch noch einen kleinen Snack holte. Alle 20 Minuten wurde er danach wieder wach. Also kletterte ich ins Bett und ließ ihn neben mir einschlafen. Irgendwie roch der Knirps aber immer noch komisch. Also googelte der Knirpsenpapa und sagte an, dass Olivenöl den Geruch neutralisieren sollte. Das tat es dann in der Tat. Der Knirps blieb die ganze Nacht zwischen uns schlummern und ließ sich mehrmals nachts von uns trösten.
Der Knirps heute morgen auf dem Waschtisch bei der Shampoo-Aktion.
Heute morgen verweigerte er dann jedes Essen. Bis auf ein paar Cracker und Tee nahm er heute nichts zu sich. Ich habe ihn als Ersatz mehrmals gestillt. Heute morgen roch der Knirps allerdings immer noch streng, besonders die Haare. Also wurden nochmal die Haare eingeschäumt und ein paar Minuten wirken lassen. Das Ergebnis war einigermaßen zufridenstellend. Der Mann googelte wieder und sagte: Babypuder! Da ich kein Puder beutze, war ich froh, dass die Schwiegermutter eben jenes im Hause hatte. Nach ein paar Puderbestäubungen wurde das Haar ausgekämmt und roch super! Jetzt müssen wir nur noch warten bis der natürliche Babygeruch zurück ist. Hoffentlich bald, denn der ist so süß und fein, da kommt kein Einduftungszeugs gegen an. 

Dienstag, 3. April 2012

Keine Feuchttücher! Besser: DIY Babypo-Saubermach-Waschlotion (made in USA)

Castile Seife (rechts) und daneben meine Mischung.
Bisher machen wir den Knirpsenpo beim Windelwechsel einfach nur mit klarem warmen Wasser und Mullwaschlappen sauber. Feuchttücher verwenden wir nur selten unterwegs. Ich bin Feuchttüchern gegenüber einfach skeptisch eingestellt. Was da alles drin ist. Klar, es gibt die sensitiven, die kein Parfüm, Farbstoffe oder Alkohol enthalten, aber Konservierungsstoffe stecken trotzdem drin. Ich denke einfach, warum dem Knirps den empfindlichen Pobereich und auch noch Mund und Hände unterwegs mit soviel Chemie abwischen, wenn es soooooo einfach geht? Wasser und Lappen! Das kann unterwegs, vor allem auf längeren Strecken und wenn kein fließendes Wasser in Sicht ist eine Herausforderung sein, deswegen verwende ich ja auch ab und zu Feuchttücher. Allerdings, kann man eine Flasche Wasser und 2-3 Lappen immer dabei haben. Wenn ich dem Knirps den Popo mit Feuchttüchern sauber mache, habe ich danach das dringende Bedürfnis mit Wasser nachzuwischen. Die Zeitschrift Ökotest hat im Januar 2011 einen Testbericht zu Feuchttüchern gemacht, in dem die mit sensitiv gekennzeichneten wirklich besser abgeschnitten haben. Den Bericht kann man für 0,90€ als PDF Datei abrufen. Selbst habe ich mir den Test nicht abgerufen, da ich wie gesagt kaum Feuchttücher verwende. Ich finde den Artikel zum Test selbst aber auch schon sehr gut geschrieben. Wenn man nur mit klarem Wasser hantiert ergibt sich allerdings spätestens beim großen Geschäft ein kleines Geruchsproblem. Das habe ich bisher immer mit viiiiiiel Wasser behoben. Die Schwester des Knirpsenpapas hat mich aber auf die einfache und geniale Idee gebracht, dass man Wasser mit Castile Seife mischt und eventuell einen Tropfen ätherisches Öl (was verträgliches für Kinder Mandarine oder Orange). Diese Mischung dann einfach beim großen Geschäft mit auf den Waschlappen und schon riecht nix mehr! Mischverhältnis ist etwa ¼ oder 1/3 Seife der Rest Wasser. Castile Seife ist eine super milde auf Olivenöl basierende Seife, die prima für Babies geeignet ist. Außerdem steckt noch Kokosnusöl, Jojobaöl und Hanföl drin. Alles aus biologischem Anbau. Die Seife gibt’s zum Beispiel hier. Ist zwar erstmal preisintensiv, hält aber ewig! Die Schwester mischt Teebaumöl mit rein, weil antimikrobiell und antipilz. Das ist mir aber nicht ganz so geheuer, da die Anwendung von Teebaumöl (und Lavendelöl) zum Wachstum der Brustdrüsen (Gynäkomastie) führen kann bei Jungen, die noch nicht in der Pubertät sind. Dies wird auf eine östrogene und anti-androgene Aktivität des Teebaumöls zurückgeführt. (Quelle)

Was nehmt ihr für die Reinigung des Windelbereiches? Habt ihr Tipps?

Samstag, 17. März 2012

Freitag ist Waschtag – Babypflege & Co

Vor der Ankunft des Knirpses habe ich mir keine bis gar keine Gedanken gemacht mit was, wie, wie oft und wann der Knirps mit Creme, Waschgel, Öl etc. einzuduften ist. Im Geburtsvorbereitungskurs sagte man uns, dass es gar nichts weiter bedarf, um Babys empfindliche Haut zu pflegen. Nur Wasser und Öl. Da tut’s auch Olivenöl. Auf Hinweis meiner Hebamme habe ich mir dann Calendula-Öl zugelegt, welches im Ökotest mit „sehr gut“ bewertet wurde. (Im Nachhinein habe ich gehört, dass einige Babies auf Calendula allergisch reagieren, aber der Knirps vertrug es bestens.) Dann kam der Knirps in unser Leben gestolpert und wurde schön nach dem Bade mit Öl eingerieben. Mehr Babypflege hatten wir auch nicht im Haus, außer diverse Pröbchen.

Ein paar Wochen gingen ins Land und der Knirps hatte einen mächtig roten Po. Also schleppte ich verschiedene Wundschutzcremes ins Haus. Alle halfen nicht wirklich. Am besten immer noch welche mit Zinkoxid, weil das schön abdichtet und die Nässe von der Haut fernhält. Die Kinderärztin verschrieb nach einer Weile eine Pilzcreme und siehe da, der rote Po wurde besser. Danach haben wir mit Wundschutz weiter gecremt. Mit Beginn der Stoffwindelära in unserem Hause wurde der rote Po fast zur Geschichte, außer beim Zahnen. Da war das Geschäft des Knirpses so gemein aggressiv, dass wir ab und zu ein paar Tage wieder damit zu kämpfen haben.

Dann wurde es kalt in Deutschland und es bedurfte einer Wind- und Wettercreme. Die war der Retter an so manchen eiskalten Tagen, wenn der Knirps sehr rauhe Wangen hatte.

Was ich lange nicht hatte waren Badezusätze, Waschgels und Shampoo. Warum auch? Der Knirps badete im klaren Wasser! Als der Knirps allerdings letzte Woche einen Unfall mit dem großen Geschäft hatte und sehr viel auch außerhalb des Windelbereiches gelandet ist, habe ich mich dazu durchgerungen eine Probe Waschgel zu benutzen. Nach den Abschrubbeln in der Badewanne durfte der Knirps mit Papa unter die Dusche. Er liebte es! Habe mir dann von einer Ökomarke Babywaschzeugs besorgt. Ich denke, je beweglicher der Knirps wird, desto öfter wird Waschgel nötig sein, wenn er überall rumkrabbelt oder dann läuft.

Zur Häufigkeit des Badens von Babies gibt es ja zig verschiedene Meinungen. Wir haben den Knirps am Anfang zweimal in der Woche gebadet. Dann hatte der einen Nabelbruch und wir wollten das Pflaster nicht so oft entfernen, also wurde nur einmal die Woche gebadet. Das haben wir dann irgendwie so beibehalten. Hände und Mund werden nach dem Essen abgewaschen oder wenn der Knirps viel rumgerobbt ist, auch vor dem Essen. Der Windelbereich wird bei sehr großem Geschäft auch schonmal ins Waschbecken gehalten. Sauber ist der Knirps jedenfalls immer und riechen tut er auch sehr gut.
Knirps und Papa in der Dusche.
Generell denke ich, dass bei Babypflege weniger mehr ist! Die dünne Babyhaut ist noch so empfindlich, dass es nicht vieler Sachen bedarf um Baby frisch und sauber zu halten. Eingeduftet werden muss es schon gar nicht, denn was gibt es schöneres als den natürlichen Babygeruch? Beim Kauf der Produkte achte ich sehr auf die Inahltsstoffe und kaufe fast ausschließlich Ökomarken.

Und ihr? Was für Babypflegeprodukte werden bei Euch verwendet? Wie oft wird gebadet?