Posts mit dem Label Freunde werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Freunde werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 13. Mai 2013

Maxi-Kleid für eine Hochzeit

Das letzte Mal etwas für Erwachsene genäht, genauer gesagt für mich: vor fünf Jahren!

Das letzte Mal etwas für Erwachsene genäht, die nicht ich sind: noch nie!

Das erste Mal etwas für eine Freundin genäht: vor zwei Wochen!

Eine liebe Freundin fragte mich Anfang März, ob ich ihr ein Kleid nähen könnte, dass sie auf einer Hochzeit im Juni tragen möchte. Sie ist groß und findet schwer ein Kleid, was ihr von der Länge her passt. Ich überlege eine Weile und sage zu. Kurz danach kamen mir Zweifel: Ob ich das wirklich hinbekomme? Bis jetzt hatte ich kleine Sachen für den Knirps geschneidert, die dazu nicht ganz sauber genäht waren und so viel Näherfahrung habe ich auch nicht. Jetzt gleich ein Kleid nähen, dass passen und so offiziell getragen werden soll? Oh ha! Jetzt gab es kein Zurück mehr. Die Freundin hatte Vertrauen, dass ich das selbstverständlich schaffen werde! Das half. Gleich in der Woche darauf kauften wir Schnitt und Stoff . Meine Freundin entschied sich für den Schnitt Butterick B5181.


Ich legte  gleich los  mit dem Zuschneiden, da ich das Projekt nicht lange herauszögern wollte. Meine Freundin kam ab und zu zum Anpassen und ich fing an zu nähen. Und nähte und nähte. Eine ganze Woche lang, jeden Abend. Ich war überrascht, wie leicht es funktionierte. Nach den Anproben musste ich immer wieder anpassen, besonders das Oberteil wollte mehrmals nicht richtig sitzen.

Das Oberteil in der ersten Version.
Viel Fummelei waren die Falten des Rockteils. Vor zwei Wochen dann (kurz bevor ich ins Krankenhaus musste) war das Kleid fertig! Es passt und meine Freundin liebt es. Es schaut nicht aus, wie aus der Profiwerkstatt, manchmal passen Nähte nicht aufeinander oder der Stoff ist hier und da nicht soooo sauber vernäht. Doch es gefällt und sitzt. Jetzt kann die Hochzeit kommen. Die Freundin verspricht Bilder! Ich bin sehr gespannt. Ich darf die Bilder der Freundin komplett posten. Enjoy!

Das Kleid fertig!
Detail.

Der Knirps möchte bei der Fotosession dabei sein!

Jetzt könnte ich eigentlich darüber nachdenken, ob ich nicht doch mal wieder was für mich nähe!?

Mittwoch, 27. Februar 2013

Gut vernetzt

Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ Wie wahr das ist, merkte ich erst nach und nach. Am Anfang fiel es mir sehr schwer, den Knirps in die Obhut anderer zu geben. Es fühlte sich so an, als ob ich einen Teil von mir weggebe. Der Knirps ist immer noch ein Teil von mir, aber es ist nun leichter, ihn in der Kinderkrippe, bei Familie, Freunden oder Nachbarn zu lassen. Ich glaube jetzt, dass es ihm sehr gut tut mit anderen Menschen zusammen zu sein, die anders mit ihm umgehen, andere Dinge mit ihm machen und ihm neue Sachen zeigen. Er kann auf einmal neue Wörter, zeigt uns neue Dinge und wir fragen uns dann wo er das wohl gelernt hat. Nun ist es nicht so, dass wir den Knirps ständig bei anderen lassen. Vom Kindergarten einmal abgesehen, etwa zwei- bis dreimal im Monat.
Der Knirps hängt mit Freunden von uns rum.
Im Moment zeigt sich bei uns wieder einmal sehr stark, wie wichtig es ist, mit Kleinkind gut vernetzt zu sein. Bei so einem Netzwerk ist sicher auch immer eine Menge Glück dabei, denn leider hat nicht jeder seine Familie in der Nähe oder hat Freunde, die einfach mal schnell auf das Kind aufpassen können. Im Moment ist der Knirps wieder krank. Ganze zwei Wochen war er gesund und nun hat er Bronchitis. Ich leide mit meinem Knirps, streichle ihm die Brust, wenn er röchelt und halte ihn fest im Arm, wenn er weint. Mit zehn bezahlten Kindkrankheitstagen im Jahr kommt man schnell an seine Grenzen und dann ist es sehr gut, wenn der Partner auch zu Hause bleiben kann, wie der Knirpsenpapa, der Montag und heute zu Hause war. Am Freitag passt eine Freundin auf den Knirps auf. Wenn es dem Knirps nächste Woche noch nicht besser geht, kommt die Uroma wieder. Heute sagte eine Freundin, als ich ihr erzählte, dass wir gern nächste Woche mal essen gehen wollen, sie würde sehr gern babysitten. In solchen Momenten bin ich so unendlich dankbar, das wir so viele liebe Menschen um uns haben, die uns helfen, den Knirps in diese Welt zu führen und sich die Erziehungsaufgaben ohne große Diskussion mit uns teilen. Wir sind dankbar und froh so ein ganzes Dorf, mitten in der Großstadt, an unserer Seite zu wissen.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Die Erde geht online

So. Jetzt bin ich schon wieder fünf Monate zurück auf Arbeit. Da wurde es Zeit, dass Mama mal auf eine coole Konferenz gehen darf. Der Mann fand natürlich ausgerechnet diese Woche auch ganz nett für eine Auslandsdienstreise. Zum Glück war Mamas Konferenz in der Heimatstadt. Fehlte nur noch die Nachmittags-/Abendbetreuung für den Knirps. Eine liebe Freundin sprang ein. Somit durfte ich auch die Abendveranstaltungen gestern und heute besuchen und viele coole Leute kennenlernen. Einer der coolen Leute machte uns heute auf ein besonders wundervolles Video aufmerksam, dass ich Euch nicht vorenthalten möchte. „Earthbook: Die Erde geht online“ gibt es bei youtube und zeigt auf originelle Weise wie die Erde eine virtuelle Beziehung zum Menschen aufbaut und ... ob sie überhaupt mit dieser Spezies „befreundet" sein will. Schaut selbst.

Samstag, 22. September 2012

Dicke Freunde: Knirps und Babymiez

Wir sind mal wieder den Opa des Knirpses besuchen. Der Opa hat seit zwei Wochen eine Babymiez. Im Vorfeld des Besuches philosophierten wir am Telefon, wie der Knirps wohl auf die Babymiez reagieren würde. Na, wie wohl? Es war Liebe auf den ersten Blick! Der Knirps krabbelte Richtung Babymiez und rief lauthals „Das!“ Babymiez sprang aus dem Versteck auf den Knirps zu. Man reichte dem Knirps einen Ball und die beiden waren die nächste halbe Stunde beschäftigt. Babymiez wurde vom Knirps als gleichberechtigter Spielpartner akzeptiert was auch bedeutete, dass er Babymiez alles angebotene Spielzeug wieder wegnahm mit dem Vermerk: „Nein, nein!“ Das trübte die Freundschaft trotzdem nicht: In den nächsten Stunden zog der Knirps die Miez auf dem Vorleger durch die Bude, jagte sie mit dem Besen, bot ihr sein Polizeiauto an, um es gleich darauf wieder wegzunehmen und spielte mit Babymiez Kuckuck hinter dem Vorhang. Wir brachten dem Knirps bei, das man Babymiez streichelt statt haut und seitdem hat sich die Freundschaft sogar noch vertieft. Wir finden es schön, dass der Knirps jetzt ein Tierfreundschaft geschlossen hat und er dadurch schon früh den Umgang mit Tieren lernen kann.

Ohne Worte :)
Der Knirps jagt Babymiez mit dem Besen.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Sozialer Exodus!?

Seit Anfang Juli kränkelt der Knirps. Fieber – dann wieder drei Tage gut – Fieber – dann wieder einen Tag gut – Fieber – wieder zwei Tage gut – Fieber. Der Kinderarzt findet keine bakterielle Erkrankung, dann ist es eben ein Virus, oder zwei oder drei. Wer weiß ...  seit ein paar Tagen ist der Knirps zum Glück wieder etwas mobiler. Wir als Eltern sind völlig fertig von dem dauernden Gefiebere. Fragen wie: „Wer kümmert sich um die Betreuung zu Hause?“, „Ist es etwas Harmloses?“, „Wann geht es dem Knirps endlich besser?“, „Wo nehmen wir die Kraft her auf Arbeit zu gehen, den Haushalt zu schmeißen etc?“ und „Werden wir jemals wieder unter Leute kommen?“
Der Mann und ich haben festgestellt, dass man sich mit so lange fieberndem Kind ganz schön einsam fühlen kann. Freunde mit Kindern gehen auf Abstand – logisch kann ja ansteckend sein. Feiern, Restaurantbesuche und großartige Ausflüge fallen auch flach. Also sitzen wir viel zu Hause, machen kurze Spaziergänge um frische Luft zu schnappen und sehen sonst nicht wirklich jemanden. Das mag vielleicht etwas egoistisch klingen und man mag denken, warum unsere einzige Sorge nicht dem Gesunden des Knirpses gilt. Nun, all unsere Gedanken kreisen ständig um den Knirps. Er ist der Mittelpunkt unseres Lebens. Nur manchmal braucht man auch Freunde, Bekannte, einfach nur Leute um sich und einen Szenenwechsel. Gesellschaft ist uns sehr wichtig, daher merken wir eine Abwesenheit derer umso schmerzlicher. So eine lange „Isolationsperiode“ schlaucht da ganz schön. Der Höhepunkt ist, dass wir dieses Wochenende eine seit Monaten feststehende Hochzeit von Freunden absagen mussten. Dem Knirps geht es zwar etwas besser, aber er ist noch nicht wirklich wieder fit. Die Anreise zur Hochzeit ist 5 (!) Stunden. Dann den ganzen Tag Trubel, dann wieder 5 Stunden zurück. Das wollten wir dem genesenden Knirps nicht antun. Also fragte ich heute den Mann: „Stehen wir vor dem sozialen Exodus? Geht es jetzt ewig so weiter? Ich hatte mich sooooo sehr auf diese Hochzeit gefreut!“ Da es sich um sehr gut Freunde handelt, wird nun wenigstens der Knirpsenpapa hinfahren und ich hole mir meinen Szenenwechsel bei der Mama. Dort hat der Knirps auch die nötige Ruhe, um sich zu erholen.

Wir wissen, dass dies alles Teil des langen Lernprozesses von Eltern ist und wissen auch von Freunden, dass wir mit solchen Erfahrungen nicht allein da stehen.

Musstet ihr auch schonmal gesellschaftliche Höhepunkte oder sonstige Pläne absagen, da es Euren Kindern nicht gut ging?