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Samstag, 29. Juni 2013

Papa mit Leib und Seele

Der beste Ehemann ist gleichzeitig auch bester Papa. Er vermisst den Knirps, wenn er unter der Woche weniger Zeit mit ihm verbringen kann und freut sich immer sehr auf das Wochenende mit ihm. Gestern auf der Sommerparty meiner Arbeit beschäftigte sich der beste Papa stundenlang mit dem Knirps und schaute dabei zu, wie der Knirps verrückte Kunsstücke auf der Hüpfburg vollbrachte. Dann ging es zum Dosenwerfen und danach brachte der Mann den Knirps nach Hause, legte ihn schlafen und stand heute morgen wieder mit ihm auf. Ich selbst kam erst nachts um drei von der Party und durfte ausschlafen. Den ganzen Vormittag kümmerte sich der Papa um den Knirps und holte mein neues Handy von der Post. Dann installierte er alles und bespielte nebenbei den Knirps. Heute bin ich sehr dankbar für den besten Ehemann und besten Papa der ganzen Welt!

Der Papa spielt Gitarre und Knirps das Schlagzeug.

Montag, 29. April 2013

Mama! Ambulance!

Das waren die Worte des Knirpses in den letzten Tagen als er mich im Krankenhaus besuchte. Auf dem Weg zu mir sah er immer viele Krankenwagen. Also war Mama = Ambulance. Ich hatte letzten Freitag völlig überraschend eine Notoperation am Blinddarm, nachdem ich mit starken Bauchkrämpfen in die Notaufnahme torkelte. Mittags ging es mir noch gut. Am nächsten Morgen stellten die Ärzte eine akute Blinddarmentzündung fest, OP am gleichen Tag. Einweisung ins Krankenhaus. Na super. Ich hatte nur meine Handtasche dabei. Per Telefon klärten wir mit dem Mann das weitere Vorgehen. Dann machte die Batterie meines Handys schlapp, also musste ich mir ständig Telefone von den Schwestern borgen um alles zu organisieren. Als mich der Knirps am Abend vor der OP besuchte wirkte er recht gefasst. Ich war ja auch noch nicht lange weg. Er sagte nur ganz leise: „Mama sleeps.“  Am Morgen nach der OP war er ein Engel im Krankenhaus. Der Mann erzählte aber, dass er auf dem ganzen Nachhauseweg nach Mama fragte. Sonntag wurde es schlimmer: Der Knirps wachte viel zu früh am Morgen auf und weinte nach „Mama“. Abends schlief er nicht ein. Im Krankenhaus wurde mir bewußt, wie schnell sich das Leben verändern kann und wie zerbrechlich alles sein kann...

Der Knirps auf Krankenbesuch.
Heute durfte ich dann nach Hause! Der Mann holte mich vom Krankenhaus ab. Jetzt ist alles gut, dachten wir. Ich kann zwar noch nicht so gut laufen, aber ich bin zu Hause. Nachmittags bekam der Mann einen Anruf vom Kindergarten, dass der Knirps Fieber habe. Also rannte der Mann, um den Knirps abzuholen. Zu Hause strahlte der Knirps, als er mich im Bett liegen sah. Er setzte sich neben mich und wir schauten Bücher und Eisenbahnvideos an. Der Mann war die letzten Tage ein unglaublicher Held. Er wuppte den Haushalt und Kind und kranke Frau. Bester Ehemann! Morgen hocken wir dann alle drei zu Hause, da der Knirps krank ist. Wir wollen jetzt nur noch, dass es uns schnell besser geht.

In den Tagen im Krankenhaus habe ich fleißig gehäkelt. Das zeige ich Euch in den nächsten Tagen!

Freitag, 25. Januar 2013

{this moment} - Dieser Moment

{this moment} - Ein Freitagsritual, inspiriert von Soule Mama. Ein einzelnes Foto - keine Worte - das einen Moment der Woche festhält. Einen einfachen, besonderen und außergewöhnlichen Moment, an den ich mich erinnern möchte.

{this moment} - A Friday ritual, inspired by Soule Mama. A single photo – no words – capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment, I want to remember.

Sonntag, 4. November 2012

Schlaf vs. Was sonst noch alles zu tun ist

Bei der wunderbaren iLilly gab es heute einen fantastisch ehrlichen Post zum Thema „Müde“. Es geht bei ihr darum, wie müde man als Mama manchmal ist und man dann überlegt, was man, wenn das Kind endlich schläft alles machen könnte außer: selber schlafen. Dieser Post hat mich zum Nachdenken angeregt und mich erkennen lassen, dass es bei uns ganz genauso ist. Das Dilemma, Kind schläft = Zeit für mich, um was zu tun vs. endlich auch schlafen habe ich in den ganzen 17 Monaten des Knirpsens Leben nicht lösen können. Bis heute überlege ich bei seinem Mittagsschlaf am Wochenende (unter der Woche schläft er ja in der Krippe), was ich nun mache. Oft bin ich selbst so sehr müde. In den letzten Wochen, als wir hier alle etwas krank waren, habe ich mich immer für Schlaf entschieden. Auch abends war ich dann schon immer kurz nach dem Knirps im Bett. Das hat zur Folge, dass ich so gut wie keine Zeit habe, etwas für mich zu tun, wie bloggen, nähen, Filme oder Serien schauen, mit Freunden treffen usw. Geschweige denn mit dem Haushalt auf dem Laufenden zu bleiben...
Das ist sehr unbefriedigend, da es neben Arbeit, dem allernötigsten im Haushalt und um Kind kümmern, nichts gibt. Dann wieder aufstehen und es geht von vorn los. Ich genieße die Zeit mit dem Knirps sehr, brauche aber auch Zeit für mich. Jetzt geht es uns besser, aber irgendwie sind wir immer noch so furchtbar müde! Ich wache auf an einem Tag an dem mich der Mann ausschlafen lässt und sich um den Knirps kümmert, schlafe nachmittags mit dem Knirps drei Stunden (!) und bin um neun schon wieder müde. Ich schiebe es teils auf das dunkle Wetter, die elende Zeitverschiebung (ich = kein Fan davon) und Nachwehen der Erkältung. Ich freue mich auf eine baldige (hoffentlich) etwas wachere Zeit. Zeit für mich und den Mann. Wachere Zeit mit dem Knirps und auch mal Zeit ohne ihn wenn er schläft.

Seid ihr auch manchmal so hin-und hergerissen?

Freitag, 12. Oktober 2012

{this moment} - Dieser Moment

{this moment} -  Ein Freitagsritual, inspiriert von Soule Mama. Ein einzelnes Foto - keine Worte - das einen Moment der Woche festhält. Einen einfachen, besonderen und außergewöhnlichen Moment, an den ich mich erinnern möchte.

{this moment} - A Friday ritual, inspired by Soule Mama. A single photo – no words – capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment, I want to remember.

Montag, 8. Oktober 2012

Still-los durch die Nacht

Wir sind dann mal soweit. Der Knirps soll nachts nicht mehr gestillt werden. Mit reichlich 16 Monaten. Vor zwei Wochen traf ich die Entscheidung. Warum? Der Knirps ließ sich seit geraumer Zeit nachts mit dem Stillen nicht mehr wirklich beruhigen. Es dauerte teils 30-45 Minuten, bis er wieder schlief. Dann: das mag jetzt vielleicht albern klingen, aber ich wollte endlich mal wieder weg gehen abends, mehr als ein Gläschen trinken und nicht jedesmal nachrechnen, dass der Knirps jetzt nicht vor soundsoviel Uhr aufwachen sollte, wegen dem Alkohol. Schluß aus. Keine Gläser mehr zählen. Und dann erhofften wir uns, dass der Knirps vielleicht besser durchschläft. Also starteten wir mit dem Plan, dass der Mann nachts zum Knirps geht, um ihn zu beruhigen. So ist es dann gelaufen:

Nacht 1:
Der Knirps schläft von 8:30 bis 5 Uhr durch. Nach einer kurzen Diskussion entscheiden wir, dass wir keinen Bock haben, dass der Knirps jetzt wach sein könnte, wenn ich nicht stille und so stille ich. Der Knirps schläft bis 7:30 weiter.

Nacht 2:
Wir entscheiden, dass nicht gestillt wird vor 5 Uhr. Danach erstmal noch, um unser aller Nachtruhe zu verlängern. Der Knirps wacht auf um 22 Uhr und 22:15 Uhr. Papa tröstet. Dann schläft er bis 2:30 Uhr. Der Mann muss ran. Es dauert ca. 20 Minuten, mörderisches Geschrei, Trinkflasche wird vom Knirps auf den Boden geworfen. Er schläft bis viertel sieben. Wird gestillt, schläft noch eine halbe Stunde.

Nacht 3:
Der Knirps schläft bis 1 Uhr nachts. Der Mann steht auf und kommt schon nach 5 (!) Minuten zurück. Fertig. Knirps schläft wieder! Nächstes Aufwachen um 4:50 Uhr. Hmm, 10 Minuten vor der vereinbarten Zeit. Mäh. Keiner hat Lust, also stillen. Knirps schläft noch 2 Stunden.

Nacht 4:
Diese Nacht schläft der Kleine bis 23:30 Uhr. Ich bin sogar noch wach. Papa geht ins Knirpsenzimmer und nach 5 Minuten voller Geschrei schläft der Knirps wieder bis 5:30 Uhr. Dann wird er gestillt und schläft bis 7:15 Uhr weiter.

Nacht 5:
Der Knirps ist abends mit Papa allein, da Mama ausgeht (Kino, Cocktailbar!). Knirps schläft um 19:45 Uhr ein, wacht um 20:45 nochmal auf. Papa braucht wieder nur 5 Minuten, bis Knirps eingeschlafen ist. Erst um 6:05 Uhr wacht Knirps wieder auf. Stillen. Er schläft nochmal bis 7:30 Uhr.


Nacht 6:
Heute abend bringt die Oma den Knirps ins Bett. Ohne Probleme schläft er halb acht ein. Erst 4:30 Uhr wacht er wieder auf. Wir entscheiden wegen Müdigkeit einfach zu stillen. Klappt. Knirps schläft bis 7:30 Uhr weiter. Kleine Abstillpause also diese Nacht.

Nacht 7:
Halb neun ist Einschlafenszeit. Der Knirps schläft bis 5:50 Uhr durch! Dann wird gestillt und bis 7 Uhr weiter geschlafen.

Nacht 8:
Die Mama schläft in einem anderen Zimmer, da wir bei Oma sind, zusammen ien Zimmer haben und der Knirps mich nachts nicht sehen sollte. Der Mann berichtet am Morgen, dass der Knirps bis 2:30 Uhr schlief, er etwa zwei Minuten brauchte, um ihn zu beruhigen, dann 5:30 wieder wach wurde und bis 6:45 Uhr mit ihm kuschelte / schlief. Dann durfte gestillt werden.

Nacht 9:
Wir kommen spät von der Oma heim, legen den Knirps, der im Auto bereits schlief um 22 Uhr ins Bett. Er schläft weiter bis 00:30 Uhr. Wacht auf. Wir sind beide soooooo müde. Abstillpause. Der Knirps zieht zu uns ins Bett und hängt die ganze Nacht wieder am Busen. Fail!

Nacht 10:
Der Knirps schlief ein gegen halb neun und wachte erst 5:50 Uhr wieder auf!!! Stillen, weiter schlafen bis 7 Uhr.

Unser Fazit nach 10 Nächten: Der Knirps schläft tatsächlich besser und länger durch in der Nacht. Er lässt sich sehr schnell von Papa wieder beruhigen. Ein Erfolg für uns! Im nächsten Schritt werden wir versuchen, dass der Knirps sich auch durch mich nachts beruhigen lässt. Morgens und abends stillen wir weiter. Es geht uns gut damit.

Dienstag, 3. Juli 2012

Männer(kranken)wirtschaft

Utensilien zur Knirpsenbetreuung.
Heute waren meine beiden Männer zu Hause auf sich gestellt. Der kleine Mann krank, der große Mann müde von der vielfach unterbrochenen Nachtruhe. Das Fieber des Knirpses ist heute nicht wesentlich zurück gegangen. Jetzt gegen Abend ist es glücklicherweise etwas gesunken. Der Mann sagte gestern: „Geh mal ruhig auf Arbeit, ich mach das schon.“ Wie lieb von ihm! So konnte ich meinen zweiten Arbeitstag antreten. Gegen 11 wurde ich unruhig und rief doch mal zu Hause an. „Alles Bestens“, lautete der Lagebericht. Zwar hatte der Knirps nicht viel geschlafen, aber etwas gegessen. Nörgelig war er aber. Gegen 15 Uhr kam ich nach Hause. Der Mann war erleichtert. Es wurde höchste Zeit zu stillen. Wenn der Knirps so krank ist, ist das die beste Medizin. Es beruhigt unf tröstet ihn. Den Rest des Nachmittages war der Knirps den Umständen entsprechend gut drauf. Fazit des Tages: Papa ist der Beste und ist ein prima Knirpsenkrankenpfleger.

Frage an die Frauen: Bleiben Eure Männer auch mal mit krankem Kind zu Hause oder wären theoretisch dazu bereit?

Frage an die Männer: Habt ihr schonmal krankes Kind gehütet und wie lief es?

Montag, 2. Juli 2012

Erster Arbeitstag – Es geht heiß her

Heute war es nun soweit. Nach über einem Jahr Elternzeit mit dem Knirps zu Hause, wartete heute der erste Tag des Berufslebens auf mich. Eine ganz schöne Umstellung, nachdem ich 24 Stunden am Tag nur für den Knirps da sein konnte. Jetzt gehe ich sechs Stunden am Tag ins Büro und der Knirps in die Krippe. Morgens bringt ihn der Papa  – da sitze ich schon eine Stunde im Büro – und nachmittags hole ich den Knirps wieder ab. Der erste Arbeitstag war vor allem mit Organisatorischem angefüllt: Rechner, Schlüssel, Telefon etc. Gegen neun klingelte das Handy: der Papa berichtete, dass alles gut gegangen ist bei der Knirpsenabgabe und der Knirps total ruhig auf dem Weg in die Krippe war. Erleichterung! Gut! Halb zwei klingelte wieder das Telefon: die Krippentante meldete sich und sagte, dass der Knirps kaum geschlafen hatte, Fieber hat und glühte. Was? Gleich am ersten Tag? Meine Kollegin, die auch ein Kind hat, grinste: „Gewöhn Dich schonmal an solche Anrufe.“ Na wenigstens nahm sie es mit Humor, dass ich sie gleich am ersten Tag eher verließ. Ich flitzte in die Krippe, die zum Glück nicht weit weg ist.

Der Knirps saß mit den Erziehern bei deren Mittagessen und aß ihnen das Essen weg. Na, wenigsten isst er noch! Auf dem Heimweg war er total quengelig. Zu Hause angekommen, stillte ich den Knirps erstmal. Er blieb so quengelig und schlief nicht. Ich rief den Kinderarzt an und konnte gleich vorbei kommen. Dort flippte der Knirps total aus und ließ sich nur mit den Baby-Apps auf meinem Smartphone beruhigen. Die Ärztin stellte fest, dass keine akute Entzündung vorlag  und verabreichte dem kleinen Mann gleich Ibuprofen gegen das steigende Fieber. Der Knirps schlief bis zum Abend nicht. Morgen will der Papa zu Hause bleiben, dass ich mich nochmal auf Arbeit blicken lassen kann. Wir hoffen auf eine ruhige Nacht und ein erholsames Ende eines aufregenden ersten Arbeitstages.